(Eigenproduktion) „We call this evolution, We're worst than apes to me. Your so called civilization, is sucking the life right out of me.” Moin erstmal! Wird sich der ein oder andere bei diesem Einstieg denken. Doch so begrüßt einen die 2009 gegründete Hamburger Band TRAILER PARK SEX in ihrem Opener Song ,Fucking Nazis In Beautiful Budapest’, welcher dem von 1981 – 1945 lebenden Komponisten, Pianisten, Musikethnologen, und einem der bedeutendsten Vertreter der Moderne - Béla Bartók, welcher 1940 vor den Faschisten emigrieren musste, gewidmet ist. “1,2,3, Lets Go! Bring it on! Step up to me! It's time to see, what you've got!” trailerparksexMit „Now Or Fucking Never“ wirft die Band nun ihre erste 5 Track-EP unter das geifernde Volk. Und diese hat Einiges zu bieten. Schon allein die Genre-Mischung aus Metal / Jazz und Progressive klingt verdammt abgedreht, doch wenn das Ganze dann auch noch von nur einer jungen Frau, welche die kompletten Drum-Parts und Backing Vocals übernimmt, sowie einem jungen Mann, welcher die Gitarre, den Bass, Gesang, und die Shouts aufs Parkett bringt, eingespielt wird und dieses Duo rund um TRAILER PARK SEX sich natürlich auch noch als Paar entpuppt, dann bleibt einem nur noch übrig, ein Auge zuzukneifen und das andere  sperrangelweit aufzureißen. Und dann kommen diese Songs, welche hauptsächlich politischen Themen untergeordnet sind, auch noch mit einer Grazilität und Ausgewogenheit daher, richtig warm kann einem da um das eh schon einer Temperatur von 40 Grad ausgesetzte Herz werden! “And when we stand face to face, I will grow before your eyes. Your body will tremble and shake. Get the fuck outta my sight!” Unglaublich beruhigend und einfühlsam tönt einem der schöne, ruhige Gesang des Herrn Juan Pablo Gracia entgegen und umso wilder tun es die seinigen Shouts, zu welchen die Drums der Frau Lea Swetlana Kloth wunderbar rabiat im Einklang geprügelt werden. Besonders der dritte Song ,Schizophrenia’ vereint all diese Elemente in einem Gefüge der wohltuenden Stimmigkeit. Ja, TRAILER PARK SEX wissen einfach, wie man den Musikhunger mit Bravour stillt. Und so wie ihr St. Pauli Fußballverein, werden wohl auch sie bald in eine bessere Klasse aufsteigen. Dies wird mir dann allerdings, anders als beim Aufstieg der braunen Ballhüpfer, eine große Freude bereiten und mich nicht, verzweifelt der Erzrivalität und des eigenen Abstiegs wegen, in der Ecke kauern und trotzig Astra trinken lassen. „Questions anyone? FUCK YOU!“ Album-VÖ: bereits erhältlich