(Victory Records) Ja leck mich fett! Da knallen einem die fünf aus Massachussets stammenden Herren rund um die Band WITHIN THE RUINS aber auch ein (in einer Zeitspanne von 37:79 Minuten  komprimiertes) Fegefeuer um die Ohren, welches man auf leeren Magen erstmal verkraften muss. Beherzigt wird hier die Base-Drum geprügelt, der Bass gezupft, ein Gitarrenriff nach dem nächsten losgefeuert und.. ach wie herzhaft …geshoutet, dass man stellenweise erstmal die Ohren anlegen muss. Ein technisch gut ausgefeiltes Death-/ Math-/ MetalCore-Gebilde lässt „Invade“ auf den Hörer herabprasseln, welches mit seiner erdrückenden Geschwindigkeit und den dem ganzen Gebolze mitschwingenden, harmonischen, melodiösen Passagen zu überzeugen vermag. Gekonnt greifen Breaks und Breakdowns ineinander. Und die Kombination verschiedenster Elemente wirkt auch nicht mehr so überladen und erdrückend wie noch auf dem Vorgänger-Album „Creature“. withintheruinsNur leider fehlt dem Ganzen auf Dauer gesehen noch immer die Halbwertzeit und Abwechslung. Zu viele Stücke klingen zu ähnlich, zu unfacettenreich. Zu bekannt! Zwar überrascht „Invade“ stellenweise auch immer wieder mal mit wirklichen eingängig aggressiven Songstrukturen und liefert mit den Songs ,Atexia’ und ,Roads’ sogar zwei stimmige, rein instrumentale Stücke, doch alles in allem wirkt das Ganze nach einigen wenigen Durchläufen schon zu vertraut und fad, als dass man sich sonderlich lange mit der Scheibe beschäftigen möchte. Und so bleibt nach dem Auslaufen der Platte mit dem Song ,Versus’ letztendlich nur ein richtiges Highlight übrig, welches auf ganzer Linie und auch nach mehrfachem Durchrotieren zu überzeugen vermag. Doch nach oben hin ist ja bekanntlich immer noch Platz und eine Steigerung zum Vorgänger ist ja immerhin auch geschafft. Und wenn die Jungs weiterhin mit dem Elan und solch akribischer Instrumentbeherrschung zu Werke gehen, sollte dem einstigen großen Durchbruch nichts im Wege stehen. Potenzial und Erfolgswillen kann man dem Gespann um WITHIN THE RUINS nämlich definitiv nicht streitig machen! Album-VÖ: 31.08.2010