(Roadrunner Records) Vorab: Jimmy Sullivan verstarb leider im Dezember letzten Jahres: R.I.P.! Von daher standen auch die Überlebenschancen von AVENGED SEVENFOLD ebenfalls leicht auf der Kippe. Man holte aber mit Mike Portnoy, Dream Theater, anspruchsvolle Verstärkung an Bord und Produzent Mike Elizondo nahm auf dem Regiestuhl Platz, um das Album zu produzieren. Schon im Vorfeld war von einem düster angehauchten Werk die Rede, welches sich durch den Tod von J. Sullivan dann auch in der Tat auf dem Album manifestierte. „Nightmare“ beinhaltet einen Querschnitt mit dem Besten aus der Geschichte AVENGED SEVENFOLD’s. Man kann Einflüsse der ganz frühen Tage heraushören, aber auch die zuletzt gefrönten Hard-Rock-Glam-Sleaze-Einflüsse treten wieder sehr gut hervor. Somit bietet "Nightmare" ein sehr breites Spektrum von Riffattacken erster Güte, genialen Breaks, verdammt griffigen Bridges und Kracher-Refrains bis hin zu gefühlvollen Tönen. Ein weiteres Highlight ist der Abschluss-Track, der mit seinen 11 Minuten den eigentlichen A7X-Rahmen spreng  und sehr vertrackt und episch daherkommt. Die textlichen Inhalte sind Geschmackssache, aber was hier musikalisch abgefeuert wird, ist erste Sahne und man wird nicht umherkommen, dass dieses Album in mehreren Magazinen die Höchstpunktzahl einheimsen wird. Soviel steht mal fest: mit "Nightmare" haben sich A7X ein kleines Meisterwerk zurechtgezimmert, bei dem es verdammt schwer fällt, negative Kritikpunkte zu finden. Es ist noch nicht ganz ein „Appetite For Destruction“ anno 2010 geworden, doch die Jungs um M. Shadows sind verdammt dicht dran. Und für die/den eine/n oder andere/n haben es AVENGED SEVENFOLD mit Sicherheit schon soweit geschafft – "Nightmare" attestiert es eindrucksvoll. Respekt. Album-VÖ: 27.08.2010