(Roadrunner Records) Schon sehr lange kursiert folgende Frage in der Medienlandschaft: Wer sind die Kronprinzen, wenn es Metallica und Konsorten einmal nicht mehr gibt? Nun, die Jungs von STONE SOUR könnten sicherlich in diese Bresche springen. Die dreifach Grammy-Nominierten lassen ihr nunmehr drittes Full Lenght-Monster auf die Gemeinde los. Nach dem plötzlichen Tod von Slipknot-Basser Paul Gray, geben Corey Taylor und James Root samt Mannschaft die richtige Antwort auf die Tragödie. Nach dem Megaerfolg von „Come What(ever) May“ ließ sich das Quintett satte vier Jahre Zeit. Aber das Warten hat sich mehr als gelohnt. Ein sehr emotionales und energiegeladenes Machwerk soll den nächsten Schritt nach vorne darstellen. Noch nie hat man Corey Taylor variantenreicher singen gehört, womit er einmal mehr beweist, dass er zu den besten Metal/Rock-Sängern auf diesem Erdball gehört. Den Ball dieses Abwechslungsreichtums nehmen seine Kollegen natürlich gerne auf und zocken im High End Bereich viele Konkurrenten in Grund und Boden. Natürlich ist die anfängliche Sickness des Erstlings nicht mehr in großem Maße vorhanden, aber Songs wie ‚Mission Statement’ schieben den Aggro-Faktor schon noch ordentlich an. Absoluter Hit des Albums ist aber ohne Zweifel der erste Promo-Track, der mir in die Finger kam. Bei ‚Say You’ll Haunt Me’ musste ich erst zweimal hinhören, um STONE SOUR zu erkennen. Eine sehr schmissige Hard Rock Nummer, die dem Hörer das Tanzbein vibrieren lässt und einlädt zum grenzenlosen Abfeiern. Im Oktober werden uns die Jungs wieder Live beehren. Und auf geht’s! Album-VÖ: 03.09.2010