(Vertigo Records) „Hear me screaming, see me bleeding!” Zwei Jahre nach Veröffentlichung ihres letzten, von der Musikindustrie und Szene hoch gefeierten Albums „Guitar Gangsters & Cadillac Blood“, sowie einer Tournee im Vorprogramm von Metallica und einen Labelwechsel von Mascot Records zu Vertigo Records, ist es endlich soweit und die dänischen Elvis-Metaller VOLBEAT stehen in den Startlöchern, um mit ihrem vierten Release „Beyond Hell / Above Heaven“ voll durchzustarten. Und bereits mit dem Opener ,The Mirror And The Ripper’ lässt sich eines ganz deutlich feststellen – VOLBEAT machen da weiter, wo sie zuletzt den Aufnahmeregler runtergefahren haben. Sänger Poulsen pfeffert einem die gewohnte Dosis melodischen, in den 50er Jahren angesiedelten Sing Sang um die Ohren, welchen seine Kollegen an Bass, Schlagzeug und Gitarre gekonnt rhythmisch zu unterstützen wissen. Dieser Zustand bleibt auch bei den 13 Folgewerken erhalten, doch alles in allem wirkt das Gesamtergebnis auf „Beyond Hell / Above Heaven“, als hätte die Band eine Zeitreise durch die Rockgeschichte absolviert und besonderes Augenmerk auf die 50er, 60er, und 70er Jahre gelegt, um das ganze gezielt mit modernen Komponenten zu vermengen. Mal möchte man zu der Scheibe swingen und twisten, dann wiederum wild abzappeln und pogen. Schaden fügt dieser Zustand dem Album auf jeden Fall nicht zu, sondert motiviert zum konzentrierten Zuhören und hält jegliche Art der Langeweile oder von Müdigkeits-Erscheinungen diskret fern. Und auch der Gastauftritt von Mille von Kreator auf ,Evelyn’, welcher dem Werk zum Ende hin noch mal eine harte Kerbe verleiht, wirkt alles andere als fehlplaziert. „Beyond Hell / Above Heaven“ ist letztendlich ein Album, mit welchem ich mich immer wieder auf die Reise begeben würde und dies wohl auch noch einige Male tun werde! Album-VÖ: 10.09.2010