(Tee Pee / Cargo) Warum heißt es eigentlich immer Rock'N'Roll ist tot oder Rock muss endlich wieder neu erfunden werden, damit dieser wieder Spaß macht. Wer braucht denn wirklich Neues, wenn es trotzdem guten gibt. Das Quintett NIGHT HORSE aus L.A. sagt: scheiß drauf, wir spielen Rock. Punkt. Aus. Und Fertig. Keine Diskussionen notwendig, hier wird gar nicht erst versucht, neue Schubladen aufzureißen. Die fünf Jungs konzentrieren sich darauf was sie können und machen wollen und das mit Bravour. Sie lassen die 70er frisch und knackig aussehen und wieder aufleben. Thin Lizzy, Free, Wishbone Ash, ZZ Top und frühe Aerosmith aber auch Soundgarden, oder die aktuelle The Sword kann man für grobe Rock-Eck-Daten heranziehen. So sieht das Strickmuster aus, nach welchem NIGHT HORSE vorgehen, das Schubladensystem nicht zu erweitern aber den ROCK weiter am Leben zu erhalten. Und keine Panik, der Sound ist oberamtlich produziert und abgemischt von Matt Bayles (Pearl Jam, Mastodon, The Sword) und der weiß wie das geht, soviel sei kurz erwähnt. NIGHT HORSE haben Eier und das hört man auf "Perdition Hymns" nur zu deutlich. Classic Rock, breitbeinig und geradeaus mit starken Riffs und Hammer-Hooks pointiert in sehr guter Produktion. Hier werden die 70er eingeatmet und zeitlos ins Hier und Jetzt ausgeatmet. Anspieltipps: 'Angel Eyes', 'Come Down Halo' Album-VÖ: 01.10.2010