“Ausverkauft”. In großen Lettern zu lesen an der Außenwand des Hamburger Logos. Bereits zum dritten Mal geben sich AUGUST BURNS RED die Ehre, nach Deutschland zu kommen. Diesmal allerdings als Headliner. Gestromt.de hat ein exklusives Interview mit Basser Dustin Davidson geführt, welches wir an anderer Stelle hier demnächst veröffentlichen werden. Im Gepäck haben die Jungs aus Lancaster, Pennsylvania zwei ordentliche Acts mit den noch Unbekannten OF MICE AND MEN und der Genregröße BLESSTHEFALL. Den Anfang an diesem Samstag Abend machen die Jungs von OF MICE AND MEN und das mit einer ordentlichen Portion Power. Das Publikum ist sofort gewillt, den Bewegungsapparat in Gang zu schmeißen und so werden die Nummern der bewegungsfreudigen Jungs ordentlich abgefeiert. Hits wie z.B. 'YDG' oder 'Those In Glass Houses' werden dabei zum Erfolgsgaranten für die Band aus Southern California und lustige Shirts gab's beim Merch noch zusätzlich zu bestaunen oder kaufen. Nach kurzer Erholphase für das erwartungsgemäß junge Publikum stürmen nun BLESSTHEFALL die Bretter. Die Vorlage ihrer Anheizer nehmen die Jungs aus Phoenix, Arizona, gerne auf und sind durch ihre reichhaltige Tour-Erfahrung natürlich auch in der Lage, noch eine Schippe drauf zu packen. Das Publikum ist von der Performance mehr als angetan und feiert die Mannen um Sänger Beau Bokan nach allen Regeln der Partykunst ordentlich ab. Das Zusammenspiel aus Screamo-Gesang von Gitarrist Jared Warth, dem Instrumental und dem cleanen Frontpart klappt hervorragend. Eine ordentliche Höhe der Messlatte ist jetzt erreicht und so kann nun AUGUST BURNS RED versuchen, dagegen anzustinken. Nach den Umbauten und begleitet von einem sehr technolastigem Intro (und jetzt alle: „Everybody's free, to feel good“! - Zosse) betreten die Mannen um Sänger und Frontsau Jake Luhrs die Stage. Und das Wort „Mannen“, also echte Männer, ist in diesem Fall groß zu schreiben. Denn nun ist es vorbei mit lustig, schmusig emolastiger Gesang zwischendurch. AUGUST BURNS RED packen die Abrissbirne aus. Eine unglaublich hohe Spielkunst, Präzision und Härte wummert aus der PA des Logos, sodass das Wasser nur so von der Decke tropft. Die Crowd geht nun extremst steil, man ist selbst an der Seite nicht mehr sicher. Alle Hits der drei Studioalben werden ausgepackt und von der Bühne gefeuert. Man merkt, AUGUST BURNS RED haben richtig Spaß und sind ein mehr als würdiger Headliner. Nummern wie 'Meddler', 'Bck Burner' oder 'Composure' legen das Logo in Schutt und Asche. Und wäre das Wasser an der Decke nicht gewesen, auch noch in Brand. Packend. Einzig zu bemängeln an diesem tollen Abend. Die Bands haben zu wenig CDs im Gepäck gehabt und daher gab es nicht mal das aktuelle CD/DVD-Set „Home“ von AUGUST BURNS RED zu kaufen. Sehr schade. Stimmt's, Zosse? 😉