(Drakkar / Sony Music) Der österreichische Exportschlager THE SORROW beglückt die geneigte Zuhörerschaft mit seinem dritten Studioalben.. Beim Album- Namen wurde diesmal an Kreativität gespart, um all die kostbare Energie in die Kompositionsarbeit zu stecken. Und das hat sich wirklich bezahlt gemacht: dreizehn Songs mit einer Gesamtspielzeit von 60:30 Min. Los geht’s mit ‚Afflictions’, der durch aggressives, rhythmisiertes Riffing und groovige Thrash-Parts sowie eine ausschweifende Melodie mit Clean-Gesang besticht. Trotz des stampfenden Midtempos strotzt der Opener nur so vor Energie. Jene besitzt auch ‚Crossing Jordan’, der aber direkter und schneller daherkommt. Nach ‚Paragon In Charity’ ist die Marschrichtung dann glasklar- aggressive Stakkato-Rhythmik mit einer ordentliche Priese Groove in den Strophen, welche in hymnischen Melodien mit cleanem Gesang gipfeln. Diese Struktur zieht sich quasi durchgängig über „The Sorrow“. Doch ist dies keineswegs als negativ zu vermerken. Die Melodien sind stets überraschend innovativ und anfangs auch sehr unterschiedlich. Nach ‚Weight Of The World’ gibt es vom Gesang her keine Highlights mehr, was nicht sonderlich schlimm ist, da das Quartett schon vorher jeden Zuhörer in seinen Bann gezogen hat. Auch live dürfte die Platte sehr gut ankommen, denn an Moshparts mangelt es der Platte jedenfalls nicht. Und zu den langsamer gehaltenen Refrains kann ruhig gebangt werden. THE SORROW haben ein ganz starkes Metal / ThrashCore Album abgeliefert, weil sie eben nicht klingen, wie der ganze Rest in der Szene. Hauptohrenmerk gilt dabei den heftigen Rhythmiken und ganz besonders den teils epischen Refrains. Es ist jedoch äußerst schwierig, diese zu beschreiben. Daher empfehle auf jeden Fall in „The Sorrow“ reinzuhören. Es lohnt sich garantiert. Album-VÖ: 29.10.2010