(Make My Day/ AL!VE) Mit ADAI haben wir nun also eine Post – Rock/ Progressive Band vorliegen, welche sich nach einem mittlerweile ausgestorbenen Indianerstamm Nordamerikas benannt hat. Die Band aus Denver/Colorado besteht mittlerweile nur noch aus zwei Mitgliedern. Und mit lediglich einem Schlagzeug, einer Gitarre und einer hin und wieder zu hörenden, sehr tiefen, basslastigen Stimme, werden hier ganze Klanggerüste voll Finsternis und Depression erschaffen, die sich stets im Einklang mit einem Fünkchen Soul bewegen. Fast in reiner Instrumentalität kommt „We Are All Dead“ daher, doch das schürt nur die Intensität, die die gewaltige Musik von ADAI auf den Hörer hinterlässt. Wenn sich dann doch mal einige Textpassagen zu dem Gesamtwerk hinzufügen, kommen diese jedoch nicht weniger spektakulär und melancholisch daher. An und für sich kann man sich die kompletten 10 Songs auf „We Are All Dead“ wie ein reines, langes Lieblings-Intro von etwa einer Post–Hardcore-Band vorstellen. ADAI schaffen es, mit ihrem psychedelischen, post – apokalyptischen, düsteren Sound, wie unter Hypnose zu heilen und zu beruhigen. Die von dem Duo erzeugten Klanglandschaften, zerfließen in einem wärmenden Bass, welcher das Gemüt zart streichelt. Und wahrscheinlich vermag es ihre unkonventionelle Komposition sogar, manch alleingelassene Seele vor dem Wahnsinn zu bewahren. Ein wahrhaft starkes Album! Fans von Bands wie etwa Isis oder Neurosis können hier unbeschwert zulangen. Aber auch Freunde von Klanggebilden wie sie etwa My Own Private Alaska oder At The Soundawn zu Tage bringen, sollten sich auf den von ADAI hervorgebrachten Trip ohne Hemmungen einlassen. Album-VÖ: 26.11.2010