Nach einer Stunde verspätetem Einlass um 21 Uhr (anstatt wie angegeben um 20 Uhr), einer fast komplett verpassten ersten Vorband mit dem wunderschönen Namen I DRINK SAUSAGE WATER (da man auch trotz Gästelistenplatz erst um 21:45 Uhr völlig verkühlt den Eingang des Zebra Clubs passierte) und einer gelungenen Performance der aus der Heimat Rostock kommenden Truppe ENECOR, ließen dann gegen 23:15 Uhr die Jungs um WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER endlich den Knüppel aus dem Sack. Meine Befürchtungen und Ängste des neuen Sängers wegen konnten sich schnell in Luft auflösen, denn verdammt, dieser hat's echt drauf. Ich würde sogar völlig skrupellos behaupten, er hat's deutlich besser drauf, als sein Vorgänger. Und so scheint es dann so, als sei es zum Glück, anders als wie von eben jenem neuen Zottelkopf besungen, noch nicht ,Der Anfang vom Ende’. Die gut 100-köpfige Menge ging ordentlich mit und war mir fast einen Tick zu krass drauf, denn Violent Dancing zählt nicht zwingend zu meinen Vorlieben. So presste ich mich also an die Wand und beobachtete die etlichen Circle Pit, Wall Of Death und Stage Dive (mit knallharter Bruchlandung) -Geschehnisse aus sicherer Entfernung. Der Dauerbrenner ,Alle meine Entchen’ ließ in der Setlist nicht lange auf sich warten und auch meine Lieblingslieder ,Hänschen Klein’ (ähem!) und ,Superföhn Bananendate’, sowie ein Cover von Deichkind's 'Remmidemmi' fanden ihren Platz in der durchaus gelungenen Songauswahl. Im Allgemeinen kam die Liste der Songs eh als eine Art "Live Best Of" der ersten beiden Alben daher. Wenn auch teilweise mit akustischen Einschränkungen, aufgrund des heftigen Gekreisches der weiblichen Fans, der "Ausziehen, ausziehen!!!"-Schlachtrufe, oder dem dumpfen Geräusch eines weiteren abgestürzten Stage Divers, beziehungsweise einer Faust in der Fresse. Nach etwa einer Stunde Spielzeit verabschiedeten sich die fünf Brandenburger und für die Hauptzahl der Besucher endete das Konzert, da es mittlerweile nach 00:00 Uhr war. Da auch meine Freundin zum Kreis der knapp Minderjährigen gehörte und ich als erwachsene Begleitperson nicht anerkannt wurde, sowie sämtliche Überredungsversuche meinerseits aufgrund von Redakteursarbeit abgelehnt wurden, endete auch für uns das Konzert und so verpasste ich leider den Gig der Neubrandenburger YOUR BIRTH YOUR BURIAL, in welcher mein jahrelanger Kumpel den Gesangspart übernimmt, welcher nun, da es ja mittlerweile bereits der 21.11 war, auch noch Geburtstag hatte. Tja, was soll ich groß sagen. Ein verdammt beschissener Abend war's, wäre da nicht der grandiose Auftritt von WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER gewesen, welcher all die Scheiße aufhellen konnte und mich den Abend trotz aller Strapazen jederzeit wiederholen lassen würde… Good Job, guys!