(Roadrunner Records) FUNERAL FOR A FRIEND - eines der Urgesteine des Emo- und PostHardcores - geben sich einmal mehr die Ehre und veröffentlichen am 03.12.2010 die 4-Track-EP „The Young And Defenceless“, die ausschließlich digital vertrieben werden wird. Schon nach dem ersten Hören wird klar: Wer „Casually Dressed & Deep In Conversation“ und „Memory And Humanity“ mochte, wird „The Young And Defenceless“ lieben. FUNERAL FOR A FRIEND bleiben auch mit ihrem neusten musikalischen Werk ihrer Linie treu und hauen wie gewohnt ordentlich auf die Kacke. Sehr erfreulich ist dabei, dass auch wieder vermehrt geschriene Gesangspassen ihren Weg auf „The Young And Defenceless“ gefunden haben, die den Songs den nötigen Drive geben. Was sich auf „Memory And Humanity“ bereits angedeutet hat, nämlich das Besinnen auf den früheren, härter ausfallenden Sound von „Casually Dressed & Deep In Conversation“, wird auf der neuen EP konsequent fortgesetzt. Man merkt den Jungs dabei einfach an, dass sie Freude am Musizieren haben und diese mit anderen teilen wollen. Nach mehr als sieben Jahre klingen FUNERAL FOR A FRIEND noch genauso dynamisch, wie zu ihren Anfangszeiten. Die Waliser stellen einmal mehr ihr Gespür für die richtige Mischung aus musikalischer Härte und melodischen Passagen unter Beweis. So prescht bereits der geniale Opener ‚Serpents In Solitiude’ mit Vollgas nach vorne. Aggressive Shoutings gepaart mit einem deftigen Uptempo-Beat, abgerundet durch einen catchy Chorus, der zum Mitsingen animiert, stehen hier auf der Tagesordnung! Weiter geht es mit ‚Vultures’. Nach kurzem Bass-Intro werden auch hier keine Gefangenen gemacht. Präsentiert sich der Vers noch als verhältnismäßig ruhig, wird der Hörer im Prechorus durch deftige Schrei- und diese untermauernde Doublebasepassagen verwöhnt. Gerade am Schlagzeug wurde bei „The Young And Defenceless“ noch mal eine ordentliche Schippe drauf gelegt. Das wird auch bei ‘Damned If You Do, Dead If You Don't’ deutlich. Punkig bis Oldschool-Hardcore-lastige Schlagzeug-Grooves bekommt der Hörer hier auf die Ohren, die perfekt mit den schnellen Gitarren-Riffings und dem Gesang von Frontmann Matt Davies-Kreye harmonieren. Mit ‚Sixteen’ findet sich schließlich der letzte und kürzeste, aber auch melodischste Song auf „The Young And Defenceless“ wieder. Insgesamt lässt sich an „The Young And Defenceless“ wenig herumnörgeln. Das Einzige, was man dem Quintett vorwerfen könnte ist, dass sie nur eine EP und kein Album herausgebracht haben. Eines steht nämlich fest: Die vier Tracks machen einfach Lust auf mehr. Es bleibt also zu hoffen, dass FUNERAL FOR A FRIEND bald einen neuen Longplayer an den Start bringen, der das hohe Niveau von „The Young And Defenceless“ mitgehen kann. EP-VÖ: 03.12.2010