Trotz dessen die Jungs von STEVE FROM ENGLAND aus unserer Heimat Hannover kommen, müssen sie durch unseren harten gestromt.de-TÜV bevor wir sie in die große weite Musiklandschaft entsenden können. Wer von den Jungs vorher noch nichts gehört hat. Macht nix! Der bekommt jetzt die volle Ladung in Form von 14 lupenreinen Post Hardcore-Nummern vor den Bregen geballert. Seit nunmehr zwei Jahren treiben die Jungs um Sänger Martin bereits ihr Unwesen im  Club Untergrund. Allerdings nicht nur dort. Supports von Größen wie Death By Stereo haben die Jungs bereits gespielt und eine Menge Musikerfahrung haben die einzelnen Member eh vorzuweisen, so befinden sich Ex-Never Promise, Kju: und Rasheed-Mitglieder unter den fünf wilden Burschen. Was soll da also noch schief gehen? Man könnte nun natürlich darüber diskutieren, ob für den Anfang gleich 14 (!!!) Songs auf einem Debüt zu finden sein müssen, allerdings hält sich die Spielzeit der einzelnen Nummern erfreulich kurz, wie es sich für postmodernen Hardcore mit leichtem Hang zu oldschooligen Attitüden eben gehört. Von Song eins an weht einem ein sehr frischer Wind entgegen und man ist geneigt, die Spielweise ein wenig mit den Holsteinern von Escapado zu vergleichen. Gangshouts und ein wenig Gefrickel inklusive. Das Organ von Fronter Martin hat dabei eine sehr saubere, fast schon jugendliche Klangfarbe und muss sich hinter diversen Genre-Größen nicht verstecken. Hier ist nix mit verrauchter, versoffen und verrotzter Stimme von manchen Ami-Combos, um einen auf harte Sau zu machen. In der Info, die uns die Jungs zugesendet haben, steht etwas von gepflegtem „German-Amateur-Hardcore“. Nunja, gepflegt sind die Jungs laut ihrer Myspace-Fotos, deutsch aufgrund ihrer niedersächsischen Herkunft sowieso und der Hardcore steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Kommen wir doch nun zum „Amateur“. Ja also bei dieser sauberen Produktion und der geilen Songs im Einzelnen, mit der Livepower (wurde mir zugetragen und ich werde mich davon überzeugen), haben wir es hier mit waschechten PROFIS zu tun. Nicht mehr und nicht weniger. Full House. (Die EP ist übrigens für umme zu bekommen! Klickt auf den Bandnamen! - Zosse) Album-VÖ: 02.12.2010