(Roadrunner Records) Was ist der perfekte Song zum Autofahren? Einer, der zum Bangen und Mitgröhlen während der Fahrt animiert, oder zu einem Spontan-Hupkonzert in einer Spielstraße verleitet? Jau, genau das! Es gibt einige Bands, deren Songs sich qualifiziert haben, um dann auf meiner Playlist "Best of Car-Headbang" zu landen und DEVILDRIVER waren bisher mit deutlich mehr Songs darauf vertreten, als andere Combos. Das liegt wohl unter anderem daran, das sie einfach ein Händchen für einen perfekten Mix aus Härte und Groove entwickelt haben - und das schon konstant seit 2003 und mittlerweile vier Releases. Nun liegt das lang erwartete fünfte volle Album vor - schlicht "Beast" betitelt. Klingt schon mal trotz der Einfachheit brutaler als die Vorgänger. Nun bekommen also die Playlist-Highlights ‘Hold Back The Day’, ‘Not All Who Wander Are Lost’, ‘Fate Stepped In’ und ‘Clouds Over California’ Nachwuchs von zwölf frischen, neuen Songs. Fenster auf und Volume auf Maximum Metal! Los geht's auf die Straße und man erwartet gespannt den Opener, der ja bei DEVILDRIVER eigentlich noch nie in die Hose ging. Nach ein paar wummernden Takten und einem DoubleBass-Stakkato, das sofort an Fear Factory erinnert, geht's in das Hauptriff, dass sofort den Kopf und die Beine in Schwingungen versetzt. Macht Lust auf mehr. Der Sound drückt in der Magengrube, die Produktion ist fett, klingt aber nie übersteuert. Positiv fällt auf, dass im direkten Vergleich zum Vorgänger "Pray For Villains" die Gitarren deutlich präsenter klingen. Dadurch, dass die Scheibe quasi auf Tour geschrieben wurde, ist die Qualität erschreckend gut. Mittelmaß gibt es eigentlich gar nicht und wenn, dann meckert man wirklich auf hohem Niveau. Jeder Song hat das gewisse Etwas zu bieten. Sei es ein cooler Groove, frickelige, schräg klingende Melodieläufe, typische DEVILDRIVER-Obertöne oder perfekt abgestimmte Soli zu Double- bzw. Blastbeat-Drums - und natürlich die über allem thronende gewaltige Stimme von Dez Fafara. Nach den ersten Hördurchgängen bleiben als erstes ‚Dead To Rights’, ‚Shitlist’, ‚You Make Me Sick’ und ‚Black Soul Choir’ hängen. Wäre morgen die nächste DEVILDRIVER-Liveshow.... man könnte diese Songs sofort mitgröhlen. Fazit "Beast" ist ein typisches DEVILDRIVER-Album mit all seinen Trademarks, die die Band seit 2003 konsequent weiterentwickelt hat. Betrachtet man die geile Produktion und die Songs, schließt es direkt an seinen Vorgänger an. Freut Euch auf zwölf (auf dem finalen Album werden dreizehn Songs sein) geile Songs, die garantiert nicht für Langeweile sorgen werden. Wenn DEVILDRIVER auch in Zukunft diese Qualität beibehalten, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie ihr persönliches "Master Of Puppets" abliefern. Für mich persönlich ist das Biest schon mal die Scheibe des Jahres, obwohl ja noch einige ernst zu nehmende Probanten nachziehen werden. Auf jeden Fall macht das Asphalt-Cruisen mit "Beast" extrem viel Spaß - jetzt fehlt dazu nur noch das passende Auto! Be(a)st Wishes… Album-VÖ: 18.02.2011