(AFM Records / Soulfood) Wer wie ich vor über 20 Jahren ONSLAUGHT auf der Kutte trug, freut sich über Ergüsse alter Säcke, die den Thrash Metal geprägt haben. Diese Scheibe stellt nach 14jähriger Pause die zweite Veröffentlichung seit 2007 dar. Auch ONSLAUGHT reizte es, dem Wiederbelebungsversuch der jungen Leute Oldschool-Thrashmetal zu spielen, einen oben aufzusetzen. Exodus besitzt unter den reformierten Originalen wohl den größten Stellenwert – ONSLAUGHT riffen ähnlich, sind aber abwechslungsreicher und verfügen über den besseren Sänger (Dieser amerikanische Patriotendepp geht ja auch gar nicht)! Der „Ansturm“ der Engländer gerät durch seine Rohheit tiefer in die alte Schule, als neuere Exodus und besitzt meiner Meinung mehr Hitpotential. Wir werden also an Exodus erinnert  – beim dritten Song entfaltet sich allerdings die Eigenständigkeit und ONSLAUGHT entführen in die eigene Dimension. Sy Keeler lässt die Stimmbänder rasseln! Die Tiefen brodeln nahezu und die höheren Tonlagen bringen angenehm unmenschliches Begleitpfeifen mit sich. Da steh ich drauf – der Gesang ist hervorragend! Langsamere Passagen werden stark dargeboten, schnelle brettern im Lombardo-Takt. Die Gitarren sind Metal pur! Das ist der Spirit, der vielen Bands abgeht. Textlich bekommen wir geboten, was der Titel „Sounds Of Violence“ vermuten lässt. Eine bunte Sammlung feinster Kraftausdrücke prägt den Fachjargon und schmückt nicht nur die Refrains. So lässt ein unmissverständliches „fucking evil“ nix Gutes verlauten. Gleichzeitig lassen wir zu, dass uns der Gehörnte mit einem Augenzwinkern grüßt – er darf das! Mit einem stattlichen Sound ausgestattet, wurde das Ding in den Hansen Studios, in dem unter anderen auch schon Volbeat aufgenommen haben. Besonders genial kommen knarzende Tieftonläufe und Gesangshooks, die für sich allein als Breakdown stehen gelassen werden. Das sind die einfach erscheinenden Glanztaten, die einem vor der Bühne stehend, das große Grinsen ins Gesicht zaubern. Im März und April gibt’s übrigens einige Gigs in unseren Landen und Wacken wird zumindest auch beackert werden. Zu guter Letzt wird noch 'Bomber' von Motörhead gecovert - Begonnen und beschlossen von einem Metallica-Riff. Phil Campbell und der Tom, der Angelripper, spielen auch mit. Nun gut… Motörhead zu covern ist ja bekanntlich so 'ne Sache, auch mit dem Campbell. Hier werden keine Gefangenen gemacht – hier wird gekillt! Album-VÖ: 28.01.2011