(Columbia / Sony ) Nein, kein Debüt. Kein Neuanfang. Und trotzdem benennen JUPITER JONES ihr neues Album nach sich selbst. Self titled also. Nicholas Müller singt auch diesmal wieder von Liebe, Verlust, Sinnsuche und auch Selbstzweifeln. Nichts großartig Neues und trotzdem gibt es diverse Veränderungen, doch im Kern bleibt man sich treu. Produziert und gemischt haben Wolfgang Stach und Michael Ilbert und die Beiden haben ihre Sache verdammt gut gemacht (man hat ja auch bereits mit Bands wie Such A Surge, Bosse, Beatsteaks, Tocotronic, etc. zusammengearbeitet). "Jupiter Jones" klingt nach JUPITER JONES. Genau das ist verdammt gut so und es macht sie noch immer unverwechselbar. Auch wenn sie mit diesem Album ihr Spektrum noch ein wenig erweitern. Die 12 Songs beinhalten Rock, Pop, Singer/Songwriter und Punk und kombinieren diese Akzente verdammt geschickt zu ihrem eigenen Markenzeichen. Geschickte Wortwahl, verdammt gute Melodien und neuerdings auch verstärkt der Einsatz des Synthies. Die ganze Band hat dieses Instrument laut eigenen Aussagen neu für sich entdeckt und desöfteren, aber nie störend oder übersättigt eingesetzt. Egal ob Ballade, wie z.B. 'Berlin', oder rauherer Kracher wie 'Hey! Menetekel', der in seinem Refrain sogar leichte Turbostaat-Anleihen durchblicken lässt, es funktioniert alles im JUPITER JONES-Kosmos. Auch wenn einige jetzt schreien werden: Major-Ausverkauf und wollt ihr ins Radio oder was? Wieso auch nicht!? Verdient haben sie es allemal. Verdammt, man sollte es ihnen sogar gönnen, im Gegensatz zu dem ganzen anderen Mist, den man tagtäglich durch den Äther ins Ohr gebürstet bekommt, wo einem die Galle eine direkte Antwort bescheren möchte. JUPITER JONES haben ein wunderbar bewegendes Album gemacht, wie schon zuvor. Und JUPITER JONES geben uns wieder tolle Texte, tolle Melodien, einfach tolle Songs. Also was will man mehr. Wer jetzt die Hardcore-Kante erwartet hat, der wird diese Scheibe hassen. Wer Kettcar, Tomte oder Muff Potter mag und die letzten Scheiben von JUPITER JONES noch nicht kennt, der sollte sie sich zulegen. Anspieltipps: 'Still' (auch aktuelle Single), 'Hey! Menetekel', 'Sonne? Scheint!' Album-VÖ: 25.02.2011 [5/6] Von Hans am 25. Februar 2011 „Erst nähen wir den Rasen und dann beißen wir ins Gras!“Solch nahezu philosophische Auswürfe streuen die vier (Punk)Rocker auf ihren zwölf brandneuen Tracks nicht zu knapp unters Volk. „Jupiter Jones“ tauft sich die neue Langrille, was irgendwo auch passt, zwar handelt es sich hier bereits um das vierte Studioalben der Die drei ???-Fans, es ist jedoch auch die erste Veröffentlichung unter einem Major Label und somit schon eine Art Debüt-Album. Doch keine Angst, eine neue Epoche im Klangkosmos der JONES tut sich damit nicht auf. Die Band klingt nicht nach kommerziellen Standards und hat auch keine neue musikalische Richtung für sich entdeckt. JUPITER JONES bleibt Jupiter Jones und sich somit selbst treu, scheißegal ob nun gelabelt von Mathildas und Titus Tonträger oder aber etwa Sony. Vielleicht soll auch genau diese Tatsache durch den Albumnamen verdeutlicht werden! „Ich war taub unter Blinden.“ „Jupiter Jones“ wartet mit 12 authentischen und eingängigen Kompositionen auf, welche zwar stark an Bandkollegen wie etwa Kettcar oder Tomte erinnern und dennoch über genügend Eigenpotenzial und Wiedererkennungswert verfügen. Es wird das ganze Spektrum an Gefühlszuständen und Emotionen abgerufen und wie gewohnt geben die textlichen Passagen keine klare Richtung vor, sondern sind erst einmal zu dechiffrieren und zudem stark interpretationsbedürftig. Doch genau das machte und macht den Sound der JUPITER JONES auch aus. Er ist äquivalent und dennoch immer anders! Fans der vorangegangen Aufnahmen, oder aber guter deutscher Musikkultur, sollten bei jenem Presswerk unbeirrt zulangen, auch wenn das Cover auf den ersten Blick für den ein oder anderen ziemlich ausladend wirken mag. „So viele folgen blind und stumm, nennen es Evangelium!“ Was gibt es jetzt noch groß zu sagen? Recht haben sie. Mit allem! Anspieltipps: ,Still’, ,Vater’, ‚Berlin’