(Paramount Pictures Germany) Die 14-jährige Mattie (Newcomerin Hailee Steinfeld) reist nach Fort Smith, Arkansas, um die Leiche ihres ermordeten Vaters nach Kalifornien zu holen.  Da sie weiß, dass sich die dortige Justiz nicht mit der Verfolgung des Täters beschäftigen wird, plant sie ihren Vater selbst zu rächen. Sie will seinen Mörder Tom Chaney (Josh Brolin) tot oder lebendig. Mit ihrer frechen und cleveren Art kommt sie zu etwas Geld und heuert den gnadenlosen, einäugigen US Marshall  Rooster Cogburn (Jeff Bridges) an. Gemeinsam ziehen sie los. Ebenfalls auf der Suche nach dem Mörder ist der aalglatte Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon), der für Chaney ein saftiges Kopfgeld kassieren und ihn in Texas für ein anderes Verbrechen hängen sehen will. LaBoeuf findet Cogburn und „sein kleines Mädchen“ lächerlich und so entsteht bald eine Mischung aus widerwilliger Zusammenarbeit und einem Wettstreit um die Festnahme Chaneys. TRUE GRIT ist die Neuverfilmung eines erfolgreichen Romans und John Wayne-Westerns (Der Marshal – Zosse). Es ist also logisch, dass die Geschichte inhaltlich aufregend ist. Filmisch betrachtet ist TRUE GRIT kein reiner Western (zum Glück!), sondern verbindet dieses uramerikanische Abenteuer in den unendlichen Weiten mit sehr viel Witz und einigen dramatischen Einlagen. Die Schauspieler sind ohne Ausnahme klasse, besonders die Jungdarstellerin Steinfeld beeindruckt in ihrer Rolle. Da verärgert es einen hinterher fast, dass statt mit ihrem Namen, mit Josh Brolin geworben wird, der eine verhältnismäßig kleine, letztlich uninteressante  Figur spielt. Jeff Bridges als berüchtigter, trinkender Marshall mit „echtem Schneid“ (TRUE GRIT) passt ebenfalls wie die Faust aufs (verbliebene) Auge. Ein Mangel ist für mich leider das etwas klischeehafte Ende. Gleich nach dem Höhepunkt des Films, etwa 15 Minuten vor Schluss, wurde anscheinend beschlossen, das Besondere des Films zu vergessen und stattdessen unnötig theatralisch zu werden. Ich weiß nicht, ob das am amerikanischen Thema liegt, oder inzwischen einfach vom Mainstream-Publikum erwartet wird, ich kenne auch das Original-Ende des Buches nicht. Es ist jedenfalls der Grund, warum der Film für mich als Gesamterlebnis nicht „perfekt“  war, was schade ist, denn er hat das Potenzial dazu. Kino-Start: 24.02.2011 Interessante Videos gibt es noch unter diesem Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=5135DACF3B95918E