(Roadrunner Records) Max und Ig(g)or, die Cavalera Brothers entern erneut den Ring und hauen eine Thrashkeule allererste Kajüte raus. Der Erstschlag „Inflikted“ war schon ein starkes Album und ein perfekter Start für eine neue Bandkarriere der Cavaleras. Mit „Blunt Force Trauma“ fräsen die Brüder und Ihre Mitstreiter Euch endgültig die Gehörgänge frei. Die Scheibe klingt so wunderbar unverbraucht und keinesfalls aufgesetzt. Beim ersten Durchhören bleiben sofort der Opener ‚Warlord’, ‚Thrasher’, ‚I Speak Hate’ sowie die drei letzen Songs auf der Scheibe hängen, wobei der Track ‚Rasputin’ auch auf der „Arise“ von Sepultura hätte stehen können. Alle Songs glänzen durch fette Riffs, schöne Soli, grooviges Drumming und natürlich der unverkennbaren Stimme von Max Cavalera. Ein Rundum-Sorglos-Paket sozusagen. Die ganzen World-Music Einstreuer, die Sepultura damals mit „Roots“ eingeleitet haben und die auch bei Soulfly weitergesponnen wurden, sucht man hier vergebens. „Blunt Force Trauma“ geht als lupenreiner Thrasher durch. Die Scheibe ist ziemlich fett produziert (von Logan Mader) und trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen klingt es, wie eine kleine Zeitreise zurück in die 90er. Die 11 Songs prägen sich nach mehrmaligem Hören so sehr ein, dass man das Gefühl hat, die Tracks schon ewig zu kennen. Ich freu mich schon jetzt auf die kommende Tour. Einziger Kritikpunkt, der aber nur meinen persönlichen Geschmack widerspiegelt, ist der Gastgesang von Roger Miret (Agnostic Front) bei ‚Lynch Mob’. Fazit: CAVALERA CONSPIRACY schrauben mit „Blunt Force Trauma“ ordentlich an der Rübe und klingen 2011 erfrischend roh und einfach sepulturiger als Sepultura! PLICHTKAUF! PUNKT! Album-VÖ: 25.03.2011