(Anstreet Records) 1 1/2 Jahre liegt die Veröffentlichung des Debüt-Albums „Infinity Is Miles Away“ von unseren hessischen Mannen um AT THE FAREWELL PARTY bereits zurück. Nun erfolgt am 25.03.2011 mit der Digital EP „18:18:18“ ein musikalischer Nachschlag der Extraklasse. Auch unser Hiko war damals schon von der Band begeistert, erkannte ein immenses Potenzial und verteilte 4 von 6 Stromschlägen. Nun zeigt sich, er sollte recht behalten! AT THE FAREWELL PARTY haben ihr Potenzial kräftig weiter ausgeschöpft und gehörig was in die Waagschale geworfen. Die 6 Tracks von „18:18:18“ beinhalten eine geschickte Einverleibung Erfolg versprechender Charakteristika von Bands wie etwa The Shins (melodisch gesehen, vor allem in dem rein instrumentalen Stück ,Interlude – Take A Breath’ erkennbar), Jimmy Eat World und den Donots, ohne dabei geklaut, oder wild zusammengeschustert zu wirken. Ganz im Gegenteil, die Band vermengt all die Einflüsse dezent, streut einige Prisen Eigenständigkeit dazu und serviert eine mehr als grundsolide Genrerahmen– und Ketten sprengende Kost. Denn mit schlichtem Pop–Punk hat das hier nichts zu tun! Selten war eine so kurze EP so verdammt gut und eingängig. Selten schaffen es nur die ersten Töne eines Stücks, meinen Fuß zum Wippen zu bringen. Selten bin ich von einer aus Deutschland stammenden Band so überzeugt, dass sie nicht eigentlich aus Ohio oder Montreal stammen müsste. Und nur selten vermögen es 17:40 Minuten Spielzeit, mich gefangen zu nehmen. Die Schatulle „18:18:18“ überzeugt auf ganzer Strecke! Sie lädt ein zum Mitsingen und Schunkeln, ist leise und laut, berührt und fesselt - alles mit einer Intensität, wie es manch Band auch auf ihrer vierten LP nicht zu schaffen vermag. Wenn vielleicht auch lyrisch kein all zu großer Wurf oder Poesie Schwall, wen interessiertes wenn man sich dennoch angesprochenfühlt? Das PARTY im Bandnamen kommt ja schließlich nicht von ungefähr! (At the fair, well party! - wär übrigens auch 'n geiler Name!) Nun gilt es lediglich noch, kleinere Mankos wie etwa einige Stellen im Song ,Hematoma Eyes’ glatt zu bügeln und mehr Perlen wie ,The Steps We Take’ zu streuen, um den richtigen Hype zu entfachen. Doch auch so gilt bereits – verdammt geiler Trip. Jederzeit wieder! EP-VÖ: 25.03.2011 (digital)