(Eigenproduktion) „The door is locked the walls are strong. The lights are fading can you hear it come?“ Also, zuallererst einmal möchte ich meine Begeisterung, bezüglich der geilen Aufmachung der Rille, einer seit langem mal wieder interessanten und gut geschriebenen Bandbio, sowie ganz besonders dem persönlichen Anschreiben, schriftlich festhalten. Dann muss ich jedoch gleich einmal konstruktive Kritik kundtun und der Gefahr trotzen, mich eventuell gleich mit sechs Musikern anzulegen. Ich weiß, in der Bio steht - „Und da als Bandname der schizophrene Protagonist eines Films von James Mangold adaptiert wurde, kann sowieso jeder musikalische Ausflug begründet und gerechtfertigt werden...“ - aber, ich habe nicht umsonst ein Zitat des erst zweiten Stücks der EP (wenn man das Intro nicht mitzählt) nämlich aus ,The Cage’ an den Anfang gesetzt. Denn der Opener ,Shivas Dance’ passt mal irgendwie so gar nicht in den Rahmen, welchen die restlichen vier Tracks zusammensetzen. Ja, er wirkt dagegen sogar fast albern. Wenn die Nummer auch sicherlich gut ins Ohr und Bein geht und als Party- und Selbstfeier-Hymne solide fungiert, ist sie doch unter dem restlich aufgezeigten Bandniveau. Songs wie ,The Cage’ und ,Between Cold And Ice’ sind es letztendlich, welche schlagartig überzeugen und mitreißen! “Mirror mirror on the wall i´ve got a simple question. And it's not Who is the fairest one of all! Mirror mirror on the wall can´t you fucking see. I´m losing myself, can you set me free?” Der Band ist deutlich anzumerken, dass hier verschiedene und persönliche musikalische Vorlieben und Einflüsse anderer Bands zu einem Ganzen vermengt werden. Denn der Sound von MALCOLM RIVERS ist extrem facettenreich. So sind mitunter Einflüsse von, ich spekuliere mal wild, Enter Shikari, 36 Crazyfists, Linkin Park (wo sie noch nicht Mainstream wie eine Wasserleitung im Empire State Building waren), oder etwa Callejon raus zu hören. Doch wenn die Bandbesetzung nicht nur sechsköpfig ist, sondern auch altersübergreifend und zwischen dem jüngsten und ältesten Mitglied satte 15 Jahre liegen, ist dies wohl ein natürlicher Zustand. Und gut ist diese Komposition allemal! An und für sich machen MALCOLM RIVERS auf ihrer ersten Veröffentlichung alles richtig. Die EP kann mit einer Spielzeit von 28:45 Minuten sogar mit Alben manch anderer Bands mithalten. Lediglich ein Song wie ,Shivas Dance’ sollte auf dem Debütalbum aussortiert sein, dafür dürfen viel mehr Stücke wie ,The Cage’ (welches für mich der absolute Anspieltipp ist!), oder etwa auch ,Identity’ (wo mir besonders der ausnahmsweise auf deutsch vorgetragene Schluss zusagt) eingespielt werden. Eine rosige, wenn nicht sogar goldene Zukunft, wird die Band meines Erachtens nach jedoch so oder so haben! Zu ordern und bestaunen gibt´s das Ganze hier: http://www.malcolmrivers.com EP-VÖ: bereits erschienen