(Midsummer / Cargo) Da hat der Tim (Labelchef bei Midsummer Records) mit THE SATELLITE YEAR aber wieder einen Act aus dem Hut gezogen. Die Herren veröffentlichen nach zwei EP´s mit “Mission : Polarlights” nämlich ihr Debüt-Album bei eben diesem. Und die Platte, so viel darf gleich vorneweg gesagt sein, ist 'ne steile Nummer! Dezent und geschickt vermengen die sechs Musiker melodische Post–Punk-Einschläge mit poppigen Melodien und elektronischen Parts, bis sich daraus wunderschöne und emotionsgeladene Hymnen ergeben, welche sich im Ohr des Hörers festsetzen. Vergleiche mit etwa den Angels & Airwaves oder New Found Glory könnten aufgestellt werden, sind jedoch überflüssig! Denn THE SATELLITE YEAR bündeln einen ganz eigenen Charme und bedürfen es nicht, aufgewogen zu werden. Zwangsläufig drängt sich mir beim Hören der Scheibe der Gedanke auf, das ein oder andere Lied von “Mission : Polarlights” demnächst in einem neuen Til Schweiger-Film wie etwa “Keinohrei” zu hören. Denn mit eben solch wunderschönem und rührendem Bildmaterial ließe sich der Sound von THE SATELLITE YEAR wunderbar kombinieren. Die Band schafft es, eine enorme Vielschichtigkeit an Euphorie und Melancholie darzulegen. Sie verbreitet einerseits gute Laune und lässt einen andererseits in Gedanken und Erinnerungen versinken. Das ist ganz großes Kino! Und eben da wird man früher oder später wohl auch auf die Band widertreffen. Sei es nun durch Til Schweiger oder nicht... Anspieltipps: Es geht schneller, die Stücke aufzuzählen, welche nicht zum Anspielen geeignet sind - , ...And We Will Dance To Your Heartbeat’ und ,Il Y A Que La Vérité Qui Blesse’ Album-VÖ: 21.04.2011