Große Töne in Rostock! Pünktlich um 20 Uhr wird eingelassen, was rein will und Karten hat. Knapp zwei Stunden lang gibt´s dann Indie-Disco auf'n Kopp und spärlich füllt sich das M.A.U. Als dann gegen 22:15 Uhr die SOUNDS die Show mit dem selben Opener (,It´s So Easy’) eröffnen, wie auch ihr neues Album „Something To Die For“, ist der Club nicht restlos ausverkauft, aber auch alles andere als leer. Und so hat man einen entspannten Tanzradius von circa 20 – 30cm. Es ertönt ,Dance With The Devil’ und was beeindruckt mich Bandmitglied Jesper Anderberg, der rackert ja so viel wie die restlichen vier Mannen zusammen. Bedient das Keyboard, die Synthesizer, unterstützt stellenweise den Gesang, sowie den Schlagzeuger und ist an der Gitarre zu Gange. Wahnsinn! Als vierter Song ertönt ,No One Sleeps When I'm Awake’ und Rostock geht, wie immer und vom Fußball bekannt, gut mit. Frontdame Maja bekommt dies auch mit und gibt uns zu verstehen - „You're awesome, Rostock!“. Ja, das wissen wir doch. Danke, du auch! Denn die Dame geht gut ab auf der Bühne und nimmt auch kleine Patzer mit Humor. Als ihr beispielsweise der Mikrofonständer samt Mikrofon umfällt, legt sie sich einfach lang auf die Bühne und singt im Liegen weiter. Auch als ihr ihre Kopfhörer zerbrechen und sie sich selbst nicht mehr beim Singen hört, überspielt sie dieses Malheur geschickt und rockt knallhart weiter, während sie dem Bühnentechniker lächelnd und mit einem Zwinkern zu verstehen gibt, dass sie bitte ein neues bräuchte. Und alles immer schön mit Fluppe im Gesicht und dem ein oder anderen Corona Bier im Gemüt. Wenn mal was nicht so schmeckt, wird's einfach auf die Bühne gespuckt. Die Frau hat Power im Arsch und man merkt ihr, sowie dem Rest der Band, die Freude am Mucken an. Ach und noch was zu Maja, wie wild sie auf ihren (ich schätze mal 12 – 14cm hohen) High Heels rumspringt und umherturnt, würde selbst Germany´s Next Topmodel Laufcoach Jorgé erblassen lassen. Rostock tanzt sich mit den SOUNDS in einen Rausch und das, mit Zugabe, über 16 Lieder hinweg. All die Ohrwürmer, die alten sowie die neuen, sind vertreten - ,The No No Song’ , ,4 Songs & A Fight’ , ,Yeah Yeah Yeah’ , ,Dorchester Hotel’ und ,Living In America. Auch die Powerballade ,Wish You Were Here’ ist vertreten, welche natürlich auch lässig mit Kippe vorgetragen wird. Zusammengefasst bleibt nur zu sagen, dass es mal wieder ein weiterer großartiger Abend im M.A.U war, mit einer super Band. Weiter so!