(Arctic Rodeo / Alive) JOSHUA hatten sich einst aufgelöst. Nun sind sie wieder da. Musikalisch machen sie auch genau dort weiter, wo sie vor einem Jahrzehnt aufgehört haben. Ihr Problem wird natürlich sein, dass sie zum Einen über all die Jahre in Vergessenheit geraten sind, zum Anderen, dass sie damals schon keine „große“ Nummer in dem Sinne waren und es eben viele Bands gibt, die sich in der Zeit gehalten und etabliert haben. Nun gut, dies ist der Nachteil. Man kann es aber auch zum Vorteil nutzen, da man so neu und frisch angepriesen werden kann. Ihre Musik ist eine Mischung aus Pop, Indie- und Emo-Rock. Klingt nicht neu aber was uns "Choices" bietet, ist ehrlich und authentisch. "Choices" zeichnet sich aber auch vor allem durch die wunderbar poetischen Lyrics aus. Hier wird keine Klischee- oder 08/15-Einheitsware geboten. Das Ganze geht dann Hand in Hand mit wunderschönen Melodien, oder auch sehr sensiblen Momenten. Hier und dort wird das Ganze immer mal wieder durch leichte Noise-Attacken unter-, bzw. aufgebrochen und macht das Hören stetig interessant. Und ob JOSHUA nun zu spät dran sind mit ihrem neuen Album, oder genau richtig, das muss ein jeder für sich entscheiden. Produziert wurde der Longplayer wie schon sein Vorgänger von J. Robbins (Texas Is The Reason, Jets To Brazil) – Never change a winning Team. "Choices" bietet definitiv gute handgemachte Rockmusik, ehrlich und zeitlos und vermag es, an vielen Stellen zu berühren. Reinhören kostet ja bekanntlich nichts. Anspieltipps: 'More For Giving', 'Jet Black'. Album-VÖ: 24.06.2011