Acuity Music (Let It Burn Records)

Wie sehr freu' ich mich doch immer, wenn ein Beitrag aus deutschen Landen bei mir auf dem Tisch (oder Laptop) landet. Was zeichnet im Allgemeinen Bands aus unseren Breitengraden aus? Vor allem die Natürlichkeit. Viele Bands sind nämlich mit richtig guten Sängern ausgestattet und können daher auf Overtuning (nennen wir es mal so) verzichten. Dieser Vorteil zeichnet sich dann auch on Stage aus und man bekommt nicht das kalte Kotzen. Aber nun genug der Vorzüge. Hier geht es nun um einen Beitrag aus unserem geliebten Bundesland Niedersachen. ARE THOSE YOUR FRIENDS heißen die Burschen und wollen uns mit ihrer Interpretation des MetalCore beglücken.

Was ich an vielen Mags kritisiere, ist das allseits beliebte: „Sie erfinden das Genre nicht neu-Gefasel". Sollen sie das denn? Nein, sie sollen verdammt noch mal ihre Sache geil machen und uns ordentlich in den Anus beißen (oder in den Arsch treten). Los geht’s mit der knapp dreiminütigen Arschbombe 'Unleash The Fury', ein Hobel, der uns gleich mal eine ordentliche Einweisung verpasst. Cleaner Gesang im Chorus ist auch dabei und lockert das Ganze auf. Allerdings hätte dieses Stück auch eine Minute länger dauern dürfen. Weiter geht’s mit dem Nackenbrecher 'Backstabber', in dem sich kein geringerer als Andrew Neufeld von Comeback Kid die Ehre gibt. Ein Punkt, der sicherlich viel Respekt einflößt. Cooles Zusammenspiel. Nummer Drei auf der Liste, 'Path Of Prosperity' knüpft an das gute Niveau an und tritt weiterhin gen Allerwertesten. Hier bekommt man im Mittelpart auch einmal das sehr gute Gitarrenspiel zu hören, mit einer ruhigeren Harmonie im Abgang und etwas sehr Erfreulichem, einer ordentlichen Spieldauer. Mit 'Bloodbrothers' folgt nun nach 'Unleash The Fury' ihre zweite Videoauskopplung und ein echtes Highlight der Scheibe. Zwar wird auch hier bandbewehrtes serviert, aber das Ganze in echter Hitmanier. Klasse Nummer und geiles Video dazu (Teil drei zur Komplettierung folgt demnächst). Der Rest des Albums reiht sich nahtlos in das hohe Niveau der ersten Songs ein und bietet ein klasse Fundament, um live alle Stages zu rocken. Für den coolen Sound ist zudem Florian Nowak verantwortlich, der auch schon mit den Berlinern von War From A Harlots Mouth gearbeitet hat. Wer Lust hat, die Jungs um Sänger und Gitarrist Jan-Hendrik Boer in Clubs zu sehen, schaut einfach mal auf ihrer Facebook-Seite vorbei und checkt die Dates aus. Ich bin sicher, sie werden auch dort nicht enttäuschen. Daumen hoch. Album-VÖ: 30.09.11