(Hassle Records / Soulfood) Schon wieder eine erfolgreiche Band aus Kanada? Der Promozettel offeriert mir zumindest bisweilen 25.000 verkaufte Exemplare ihres Vorgänger-Albums „Hometown“ (welches in den kanadischen Charts auf den 16. Platz klettern konnte), sowie eine Nomination für die kanadischen JUNO Awards in der Kategorie „neue Gruppe des Jahres“. Ich persönlich habe von der Formation bisher noch absolut nischts gehört. Ein weiterer Blick auf den Promoschnippel teilt mir dann mit, dass TEN SECOND EPIC infektiösen Pop-Punk mit fetten Riffs und soliden Rock-Harmonien aufspielen. Ist ja nichts wirklich Neues und allmählich abgelutscht! Erst ein Druck auf die Playtaste offenbart mir dann, dass TEN SECOND EPIC wahrhaftig eine fette Nummer sind. Zwar fehlt von den angeblichen Punk-Strukturen jegliche Spur, aber das sei an dieser Stelle mal dahingestellt. ,Young Classics’ schimpft sich der Opener und geht gut nach vorne! Sich steigernde Gitarrenklänge werden von einem harmonisch gespielten Schlagzeug begleitet, bis dann letztendlich eine klare, charmante Gesangsstimme einsetzt und das Ganze in einen hitverdächtigen, eingängigen Refrain mündet. Bevor ich mich erneut großartig darüber wundern kann, was dieses Land Kanada magisches an sich hat, dass es uns eine Hitsensation nach der nächsten beschert, startet mit ,Sanctuary’ auch bereits Song Nummer Zwei durch. Dieser kann mit dem vorher gebotenen Stück auch vollends mithalten und führt die Linie bravourös voran. Großartige Melodie mit nun einer etwas fordernderen Stimme in den Strophen und einem erneut großartigen Refrain. Auch die acht noch folgenden Stücke sollen diese Schiene harmonisch weiterführen und gehen, aufgrund der erhöhten Radiotauglichkeit und des Fehlens von wirklichen Ecken und Kanten, direkt gut ins Ohr. Geile Sache dat! Nur womöglich nicht genügend für jedermanns Anspruch... Wer TEN SECOND EPIC hören möchte, sollte sich darauf einstellen dass er ausnahmslosen Pop-Rock vorgesetzt bekommt. Wem diese Tatsache von Zeit zu Zeit jedoch so gelegen kommt wie mir, der sollte mit "Better Off" glücklich werden können. Es muss ja schließlich auch mal einen Gegenpol zu all den Death/Post/Hard/Grind/MetalCore Auswürfen der letzten Zeit geben. Album-VÖ: 14.10.2011