(Arctic Rodeo / Alive ) Ein größerer Anteil Pop und möglichst im maximal Vier-Minuten-Korsett war seine eigene Vorgabe für das neue Album "Between The Concrete & Clouds". Eine weitere Umstellung im Enstehungs-Prozess diesmal: der Fokus lag nicht auf den Lyrics, die sonst zum Großteil als erstes fertig waren. Diesmal wurde zuerst das Klanggerüst arrangiert, was aber nicht gleichbedeutend meint, dass die Songtexte weniger relevant sein sollten – nein, auch dieses Mal sind die Lyrics sehr großer und zentraler Bestandteil der Songs. Auch dieses Mal sind, wie bei vielen seiner Alben, die Unterschiede innerhalb der einzelnen Songs durch die Verwendung der Instrumente stilprägend. Die ruhigen Tracks basieren meist auf der Akustikgitarre, während die rockigeren oder auch poppigeren mit der eingestöpselten E-Gitarre arrangiert sind. Somit ist auch auf "Between The Concrete & Clouds" wieder eine große Dichte an Stilen vertreten von Akustik-Singer-Songwriter-Material über Country, Rock bis hin zu Pop-Nummern. Wobei der Schwerpunkt hier deutlich auf den Akustik-Stücken liegt. Nach mehrmaligem Hören wächst das Album stetig, was die Vielfältigkeit des KEVIN DEVINE unterstreicht. Abwechslung galore lässt Langeweile keine Chance. Und auch der frischere Sound steht Herrn DEVINE sehr gut. Alles in Allem ein wieder mal hervorragendes Album aus seiner Feder. Auch wenn einige hier vielleicht die Lyrics bemängeln werden, die vielleicht nicht immer so unheimlich tiefgründig sind, wie auf seinen letzten Alben – das Material insgesamt überzeugt voll und ganz. Anspieltipps: 'Wait Out The Wreck', 'Off Screen' & 'The City Has Left You Alone' Album-VÖ: 23.09.2011