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KIDS IN GLASS HOUSES – In Gold Blood

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(Roadrunner Records)

Die KIDS IN GLASS HOUSES präsentieren ihre aktuelle Scheibe mit dem Namen „In Gold Blood“, auf welche ich persönlich sehr gespannt war, da mich die Mannen um Sänger Aled Phillips mit ihren zwei bisherigen zwei anderen Veröffentlichungen „Smart Casual“ (2008) und „Dirt“(2010) doch das ein oder andere Mal mit ihren doch recht frechen und poppigen Melodien in ihren Bann gezogen haben.

Leider hinterlässt sogleich der erste Titel ‘In Gold Blood’, passend zum Albumtitel, bei mir einen leicht faden Beigeschmack – ein etwas zu eintöniger Opener. Der zweite Track des Albums, ‘Teenage Wonderland’, beginnt recht vielversprechend. Der Gesang wird in den ersten Sekunden nur durch einige Gitarrenanschläge begleitet, erst später setzen auch die anderen Instrumente ein. Es baut sich ein Spannungsbogen auf, der dann aber leider in einem zu schwachen Refrain abflaut. Nahtlos geht dieser Track in den dritten Titel ‘Diamond Days’ über, welcher nun endlich wieder den sonst gewohnten KIDS IN GLASS HOUSES Sound erkennen lässt – kraftvoller Gesang, imposante Gitarren und ein Schlagzeug, dass zum Mitwippen einlädt.

Die nun folgenden Songs ‘Not In This World’, ‘The Florist’ und ‘Animals’ bewegen sich auf ähnlichem Niveau, wobei man wirklich sagen muss, dass auch hier an einigen Enden noch etwas mehr Potential hätte ausgeschöpft werden können. Münden tut die Serie an peppigen Songs in ‘Only The Brave Die Free’, welcher zu Beginn wie das Marschlied einer Parade daher kommt. Dieses Element kehrt auch im Refrain immer wieder und lässt das Lied sehr fröhlich klingen. Im weiteren Verlauf bekommt man es mit einem gut poppig angehauchten und gleich darauf mit dem wohl ruhigsten Titel des Albums zu tun. Das darauf folgende ‘Black Crush’ beginnt mit ungewohnt bedrohlich klingenden Riffs und Drums. Wahrscheinlich sollte man jetzt einen Song erwarten, der ebenso „hart“ weiter gespielt wird, allerdings wird man an dieser Stelle enttäuscht, was ich persönlich etwas schade finde. Wieder einmal hätte man wahrscheinlich viel mehr raus holen können.

Am Ende hat man es bei ‘A God To Many Devils’ erneut mit vorwiegend ruhigen Tönen zu tun, wobei diese in den letzten Sekunden dieses Titels durch etwas härteren Gitarrensound abgelöst werden, der schlussendlich das Album ausklingen lässt.

Zuletzt bleibt wohl zu sagen, dass das neue Album der KIDS einer kleinen Achterbahnfahrt gleicht – eben mit Höhen und Tiefen, mal schneller mal langsam. Oft scheinen sie auch den einfachen, geraden Weg gegangen zu sein, denn bei einigen Liedern fehlt es wirklich an Originalität und Pepp. Im Prinzip ist das ganze Ding aber trotzdem irgendwie eine Runde Sache und wird sicher seine Hörer finden.

Album-VÖ: 11.11.2011

4 von 6 Punkten
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