(Lang Branch / SPV) „Hold On, Liberty“, also! THE INTERSPHERE lassen die Freiheit nach ihrem Wechsel zu Lang Branch / SPV noch warten??? Die Jungs, die sich 2006 an der Popakademie in Mannheim kennenlernten, könnten ohne Probleme jedes Klischee erfüllen, das man einem zweiten Album anlasten kann. Klang das Debutalbum „Interspheres <>Atmospheres“ noch arg nach Musikerpolizei, schmeißen die Herren um Frontmann Tom Hessler auf „Hold on, Liberty“ gerade zu mit songdienlichen Beats und Riffs um sich. Dabei schaffen sie es allerdings, sich selbst treu zu sein, und lassen es sich nicht nehmen, ihren musikalischen Bauchladen ordentlich auszupacken, wie Ausnahmeschlagzeuger Moritz Müller diverse Male eindrucksvoll präsentiert. Glücklicherweise klingt „Hold On, Liberty“ zuerst einmal nach Gitarren und es wurde bewusst auf übertriebene Streichersätze verzichtet. Das live eingespielte Album kommt so sehr direkt und authentisch rüber. Wo der Eröffnungssong 'Masquerade' mit ordentlich Melodie daherkommt, verteilt die erste Singleauskopplung 'Sleeping God' direkt ein paar Nackenschläge, um im Anschluss mit einem atmosphärischen Refrain aufzuwarten, der etwas an Biffy Clyro erinnert. Abwechslungsreich kommt der Albumtitel direkt im Anschluss mit Zuckerbrot und Peitsche. Der siebeneinhalb Minuten Song 'Parralel Lines' lässt auch mal mit Akustikgitarre epische Fantasien aufblühen. Mit 'Aurora' kommt direkt noch ein Sommersong um die Ecke, bevor 'Destination' einer Oase der Entspannung nahekommt. Die Freiheit haben sich THE INTERSPHERE definitiv nicht nehmen lassen. „Hold On, Liberty“ kommt extrem vielschichtig rüber, schafft es auf musikalischer Ebene zu überzeugen und die Texe sind zumindest besser als auf dem Debutalbum. Ein richtiger Hit lässt sich bisher nicht orten, für alle Fans von Dredg, Muse und den alten Incubus-Scheiben sollte sich aber auf jeden Fall etwas finden lassen. Anspieltipps: 'Masquerade', 'Hold On, Liberty', 'Over', 'Aurora'. Album-VÖ: 20.01.2012