TRESPASS

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(Ascot Elite Home Entertainment)

Achtung, Verwirrung! Der vorliegende TRESPASS hat nichts mit dem Film von 1992 zu tun, in dem es Bill Paxton mit Ice-T und Co zu tun bekam, in dem 2012er TRESPASS geht es auch nicht um einen Goldschatz in einem Lagerhaus und den Kampf zwischen Feuerwehrmännern und einer Drogengang, sondern um das Überleben im eigenen Haus, als Geisel von skrupellosen Einbrechern, die es auf Diamanten abgesehen haben.

Joel Schumacher (Regisseur, u.a. Nicht Auflegen), Nicolas Cage und Nicole Kidman dürften ja schon mal gute Garanten für einen mehr als spannenden Film sein. Die beiden Erstklasse-Mimen werden als reiches Ehepaar Miller in ihrer abgeschiedenen und gut gesicherten Villa überfallen. Bei Mr. Miller ist scheinbar einiges zu holen, denn der Mann ist ein international agierender Diamanten-Händler. Doch so abgeschieden wie die Villa, so am Ende scheint die Ehe der Millers.

TRESPASS will in die Fußstapfen von Filmen wie Panic Room treten, schafft dies aber leider nicht. Der Film zeichnet übertriebene Charaktere, ob nun auf der Seite der Guten, oder der Bösen, die Dialoge wirken hölzern, das Gejammere der Geiseln nervt schon nach wenigen Minuten, Logiklöcher sind leider auch einige vorhanden. Die Gangster scheinen untereinander sofort uneins, Mrs. Miller erkennt in einem der Geiselnehmer nach kurzer Zeit auch einen Handwerker, der ihr bei der Installation der Alarmanlage Avance gemacht hat, so dass es neben der Frage „knickt Mr. Miller ein“ (der sich beharrlich weigert, den Gangstern den Safe zu öffnen, obwohl seiner Frau eine Pumpgun an den Schädel gehalten wird) auch noch die Frage „hat sie, oder hat sie nicht“ (ganz passabel in Rückblenden und aus Sicht der jeweiligen Charaktere beleuchtet) zu beantworten gilt. Und dann springt zwischen all dem auch noch die pubertierende Tochter der Millers rum und versucht den Plot mit Nebenhandlungen anzureichern.

TRESPASS ist nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut, der Film bewegt sich im Mittelmaß und wären nicht die großen Namen an Bord (und ein okayer Plottwist am Ende), dann könnte man auch von einer gelungenen TV-Produktion sprechen. Hätte ich den Film im Kino gesehen, wäre ich vermutlich sehr enttäuscht gewesen, so reicht es für einen akzeptablen Sonntag-Abend-Film vor dem heimischen TV.

Film-VÖ: 28.02.2012

 

3 von 6 Punkten
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