(Paramount)
Soviel gleich vorab! Hätte ich Schuhe angehabt, hätte sie mir dieser Film ausgezogen! In Sekundenschnelle! Und ich will komplett ehrlich sein und werfe sämtliches cooles Machogehabe über Bord, was man so in den vereinzelten Foren lesen kann! Ich glaube, ich habe selten einen Film gesehen, bei dem ich die Hände vor die Augen genommen habe, um nicht den kompletten Monitor sehen zu müssen und so versucht habe, dem Schrecken und dem Schock ein klein wenig zu entkommen.
PARANORMAL ACTIVITY geht in die dritte Runde und zurück zu den Wurzeln, denn der vorliegende dritte Teil ist quasi das Prequel. Die Aufschrift “Entdecke, wie die Aktivität begann”, spricht Bände. Mir liegt die BluRay vor, die den Director’s Cut transportiert. Diese Version ist zudem extrem lohnenswert, weil sie auch die DVD enthält. Aber die DVD hat nur die Kinoversion an Bord.
Der Zuschauer erfährt hier einiges von der Kindheit von Kristi und Katie. Die ersten Geräusche im Haus, ein vermutetes Erdbeben, Geschichten von Toby, einem, so scheint es, imaginären Freund der kleineren Tochter der Familie (kein Plan mehr, welche welche war, ich hab’ mir fast in die Hosen gemacht, haha). Dennis, der Stiefvater, stellt nach einem bemerkten Phänomen auf dem Band, welches eigentlich ein Schäferstündchen zwischen ihm und seiner Frau aufzeichnen sollte, Kameras auf, sehr zum Leidwesen von Julie, seiner Frau. Und die Vorfälle häufen sich, bis der Geist sich nicht mehr versteckt und in die Vollen geht!
Die vorliegende Vorgeschichte aus dem Jahr 1988 ist haarsträubend, ich spare mir mal Querverweise zu Perlen der Horror-Filmgeschichte, um nicht zuviel zu verraten, denn die letzten 15 Minuten toppen so ziemlich alles, was ich in der letzten Zeit in diesem Segment gesehen habe. Genial neben der eigentlichen Kameraführung auch die von Dennis installierte Kamera auf dem Ventilator, die absolut fingernägelknabber-fördernd zwischen Wohnzimmer / Haustür und Küche schwenkt und den Horror auf die Spitze treibt.
Da sitzt aber auch ein einziger Knackpunkt des Ganzen. Dennis und sein Mitarbeiter sehen sich am nächsten Tag immer die Bänder der Nacht an. Wenn ich in Dennis Lage wäre, hätte ich bei ca. 47 Minuten Laufzeit des Films in einer Nanosekunde das Weite gesucht, oder die Ghostbusters gerufen, so nimmt das Unheil aber weiter seinen Lauf. Aus diesem Grund Abzug in der B-Note, sonst hätte es 6 maximale Horror-Blitze gegeben!
Film-VÖ: 08.03.2012

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