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HOT WATER MUSIC – Exister

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(Rise Records Records)

Nun ist es soweit! Acht lange Jahre nach „The New What Next“ legen uns die vier Gainesville-Mannen ihr zehntes Studioalbum „Exister“ vor. Nach Nebenprojekten wie The Draft, Rumbleseat und Chris Wollard And The Ship Thieves sowie Soloalben von Chuck Ragan präsentieren HOT WATER MUSIC hier in Urbesetzung dreizehn neue Songs, die Einiges zu bieten haben.
Mit ‘Mainline’ findet man einen großartigen Opener vor, der keine Fragen offen lässt. Treibende, rockige Akkorde, die durch Chuck Ragans unverkennbare Reibeisenstimme nach vorne getragen werden und in einem eingängigen Refrain münden.

Danach wird einen Gang runtergeschaltet und ‘Boy You’re Gonna Hurt Someone’ erinnert ein wenig mehr an die verhaltenere „The New What Next“-Stimmung. Nichtsdestotrotz geht es gleich kompromisslos weiter mit ‘State Of Grace’, einer schnörkellosen Rocknummer. Absolut hörenswert! Im weiteren Verlauf hat erhält man einen ausgewogenen Mix von lauten sowie leiseren Tönen. ‘Safety’ wartet mit einem Gute-Laune-Rock Riff auf, ‘Wrong Way’ kommt dagegen etwas nachdenklicher daher. Eher untypische Refrains bieten ‘Pledge Wore Thin’ und ‘Take No Prisoners’, das Chuck Ragan durch seine Großeltern inspiriert schrieb, welche die für die Einstellung eintraten immer weiter zu machen, egal was kommt. Etwas untypische Klänge, wie gesagt, aber dennoch gut!

Als absoluter Ohrwurm zeichnet sich ‘Drag My Body’ aus, dessen Chorus man noch lange nach dem Hören mit sich rumschleppt, ob man will oder nicht. Und ich wollte auf jeden Fall! Abgerundet wird das Ganze mit ‘Paid In Full’, für mich absolut makellos. Gut nach vorne, spitzenmäßiger Songaufbau und Chuck Ragan schreit sich in einer emotionsgeladenen Art die Kehle aus dem Hals, wie man es nur bei HOT WATER MUSIC hören kann. Ich kann’s kaum erwarten, diesen Song live zu erleben! „Exister“ ist ein Album, welches beim ersten Hören Fragen stellt und diese beim zweiten Mal mit einem klaren „JA“ beantwortet! Ich bin durch meine Hingabe zu dieser Band vorbelastet, aber hört auf jeden Fall mal rein, lohnt sich!

Album-VÖ: 18.05.2012

(Photo by Marco Christian Krenn)

6 von 6 Punkten
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