(Victory Records / Soulfood) A HERO A FAKE dürfen bislang auf zwei solide Veröffentlichungen zurückblicken. Die progressiven Math-MetalCoreler aus North Carolina legen nun mit ihrem dritten Album nach! - Aller guten Dinge sind drei? - Der Sound stimmt dank Produzent Jamie King positiv ein, der schon Between The Buried And Me oder Wretched einen Killersound verpasste. Befanden sich laut Labelinfo auf den beiden Vorgängeralben noch viele Stücke aus der Anfangsphase der Band, so enthält "The Future Again" nun komplett nur neue Kompositionen. Ein Jahr dauerte das Schreiben der neun Stücke, die deutlich ausgereifter klingen als zuvor. Wollte die Truppe vor allem auf dem Debüt zeigen, was man technisch so alles für Spielereien auf dem Kasten hat, so steht endlich homogenres Songwriting auf dem Plan, ohne die Fähigkeiten der Instrumentalisten zu vernachlässigen. Natürlich darf Polyrhythmik ebenso wenig fehlen, wie Gitarrengefrickel. Doch muss man ehrlicher Weise sagen, dass die Referenzen des Beipackzettels, der Götterkapellen wie Opeth, King Crimson oder Between The Buried And Me zitiert, doch viel zu hoch gegriffen sind. Das liegt vor allem am Standard-Geshoute und -Gegrowle des Frontmanns, der viele gute Ansätze kaputt macht. Hier und da wird mal eine Gesangsmelodie eingestreut, doch das ist eindeutig zu wenig, um hier von einem Wiedererkennungswert zu sprechen. Dadurch wird der Release zu einer recht durchschnittlichen Angelegenheit, denn der ideenlose Gesang bügelt jeden noch so guten Ansatz platt. Ab der Hälfte des Scheibe stellen sich hohe Ermüdungserscheinungen ein, da zu oft der Metalcore-Baukasten benutzt wird. Viel zu ähnliche Songstrukturen schläfern den Hörer rasch ein, da helfen auch die anfangs zitierten spielerischen Fähigkeiten wenig. Aufgrund dieser gibt es aber noch eine 3. Mit weniger Wohlwollen, hätte man aber auch schnell eine 2 zücken können. Da die Scheibe zum Ende noch einmal die Kurve kriegt, bleibt es aber bei einer Platzierung im Mittelfeld! Album-VÖ: 20.07.2012