(Epitaph) Bevor es für die vier Jungs um Mastermind Kurt Ballou im November/Dezember auf Tour auch durch Deutschland geht, knallen sie uns schon mal ihr neues knüppelkompromissloshartes Album um die Lauschlappen. Diesmal ohne große Gesten, Hilfen oder Taten von Bekannten oder sonstigen fremden Finger im Spiel. Die Hand am Artwork und an den Reglern hinterm Mischpult hatte auch wieder Herr Ballou himself. Die Musik war Bandsache. Und somit haben wir es bei "All We Love We Leave Behind" mit einem lupenreinen CONVERGE-Album zu tun. Die Deluxe Version wartet mit 17 Songs auf. Artwork und Package sind ebenfalls sehr ästetisch und harmonieren perfekt mit der Musik. Ist ein rundum glücklich Paket. Allerdings wirkt ein Wort wie „glücklich“ erst mal fehl am Platze, wenn man das Artwork, den Titel des Albums, sowie Texte und Musik auf sich einwirken lässt. Da wirkt es doch augenscheinlich eher so, als wolle man mit aller Wucht und ohne Gnade ein Wort wie „Glück“ zerstören. In seine Einzelteile zerstückeln und an verschiedenen, möglichst nicht wieder auffindbaren Stellen, verscharren. Doch trotz aller Härte, Brutalität und teilweise extrem gnadenlosem Niedergewalze, breiten sich immer wieder kleine Melodiebögen in einigen Songs aus, die frischen Sauerstoff in die erschöpften Nervenzellen pumpen, um sie wieder aufnahmefähig für die nächste Überdosis Gemetzel zu machen. Man kann "All We Love We Leave Behind" zweifelsohne den kreativen Höhepunkt ihres Schaffens (bis dato) attestieren. Das Album ist so abwechslungsreich, interessant und zeitlos im Genre Hardcore, dass hier erst mal Gegenargumente in musikalischer und auch gesamtkonzeptioneller Hinsicht gefunden werden müssen. "All We Love We Leave Behind" ist eines der Top Ten Alben 2012. Respekt und Dank an CONVERGE für dieses meisterliche Machtwerk.. Anspieltipps: 'Aimless Arrow', 'Coral Blue', 'Empty On The Inside' und der Titeltrack 'All We Love We Leave Behind'. Album-VÖ: 05.10.2012