(Pelagic Records) Namedropping: The Ocean-Drummer Jan Oberg, Ex-Coan Teen-Drummer Dennis Böttcher. Was soll das? Zwei Drummer? Nunja, Herr Oberg fungiert diesmal wieder als Sänger und Gitarrist, Herr Böttcher bleibt an den Fellen und hilft bei den Vocal-Parts. Steht ihm auch gut. Und ist ja mit EARTHSHIP nicht das erste Mal. Bereits 2011 legten die Jungs mit "Exit Eden" ein respektables, international konkurrenzfähiges Debüt-Album vor. Etwas mehr als ein gutes Dutzend Monate später folgt nun mit "Iron Chest" Longplayer Nummero Zwei. Am Bass dabei neuerdings Frau Sabine Oberg. So … genug vom Line-Up gefaselt. Wie schon der Vorgänger bietet auch die gehörige Portion Doom-, Sludge- und Stoner-Elemente, dieses Mal sogar noch ein wenig verfeinert mit leichter Grunge-Kante und vereinzelten aber sehr dezenten Prog-Psychedelia-Ausflügen. Klingt auf Papier ja leicht altbacken, ist es auf Silberling aber gar nicht. Alles fügt sich hervorragend zusammen und ergibt einen verdammt eigenständigen und markanten EARTHSHIP-Sound. Man kann durchaus mit Kollegen wie Baroness, Kylesa, Intronaut und Konsorten mithalten. Nicht umsonst war man mit einigen der werten Herren schon auf Tour oder diverse Male im Vorprogramm und das nicht nur hierzulande, sondern in ganz Europa, wie z.B. bei The Ocean, Red Fang, Intronaut … um nur ein paar zu nennen. Ich denke, hier konnten die Jungs ganz gut Erfahrungen sammeln und ein paar Feinheiten dazulernen, um sie auf ihrem Zweitling geschickt einzubauen. Diesmal, wie oben schon kurz eingeschmissen, leichte Grunge-Tendenzen, sowie etwas mehr Melodien im Gegensatz zum Debüt. Steht "Iron Chest" aber sehr gut und macht das ganze Soundgewand noch abwechslungsreicher und interessanter. Die schleppenden Crowbar-Akzente sind etwas zurückgeschraubt, macht den Zweitling aber nicht uninteressanter oder weniger hart. Auf "Iron Chest" präsentieren sich EARTHSHIP noch besser und ausgereifter und positionieren sich somit glasklar als Anwärter auf die Jahresalben-Top-Ten. Wer Mastodon, Red Fang, Intronaut, Kylesa, Iron Monkey, Baroness mag, sollte hier reinhören oder besser noch: gleich KAUFEN! Anspieltipps: 'Old Widow's Gloom', 'Brimstone'. Album-VÖ: 12.10.2012