(Monster Artists Entertainment) Seit 5 Stunden sitze ich hier vor dem Bildschirm meines Computers und schalte alle paar Minuten in das Fenster das Schreibprogramms, um endlich was über das Debütwerk „Crown Of Thorns“ der sechs Koblenzer Jungs von PRISON MIND zu schreiben. Ich habe mit Phrasen um mich geworfen, die „Ach, schon wieder so ne MetalCoreband mit Elektroeinflüssen“- Keule aus- und wieder eingepackt. Dabei habe ich viel gelernt. Erstens: Man darf diese Musikrichtung „Trance-oder ElectroCore“ bezeichnen. Diese Richtung ist wiederum ein Subgenre des Post-HardCore. Eine der bekanntesten Band des TranceCore sind lt. Wikipedia Shemales From Outta Space Of Death. So, wieder was gelernt. Mir ist nicht gelungen PRISON MIND zu katalogisieren. Ist mir ehrlich gesagt auch egal, ob sie MetalCore mit Elektroeinflüssen, TranceCore, ElectroCore, Pre-Post-oder GegenwartshardCore, KnabenCore o.ä. machen. Eine Sache machen sie nämlich gut: Musik! Und das lassen sie den Hörer auf „Crown Of Thorns“ wissen. Klassisch ist der erste Songs der Platte, der Albumtitel und verteilt direkt ein paar Nackenschläge. Im Anschluss kommt mit 'Addicted To Your Body' ein Song mit großem Hitpotenzial, der direkt ins Ohr geht. Über 'What You Deserve' („Fuck you – you get what you deserve“) und einem Elektroinstrumental geht es laut und schnell weiter und kein Song geht qualitativ unter. Das wird zur Albummitte hin aber auch ein kleines Problem. Es wirkt recht ähnlich, da hätte man aus zwei Songs auch mal einen machen können, aber das ist vielleicht auch schon sehr Mukkerpolizei-mäßig, denn es ist Jammern auf hohem Niveau. Eine Akustik-Version des Titelsongs rundet die Platte ab. Alles in allem ist „Crown Of Thorns“ ein sehr, sehr gelungenes Debütalbum, das sich musikalisch und soundtechnisch nicht verstecken muss. PRISON MIND haben hier ein dickes Ausrufungszeichen gesetzt, die CD sollte in keinem Regal fehlen. Album-VÖ: 26.10.2012