(Pelagic Records) Am 05.11. kommt das vierte Album des schwedischen Trios KHOMA auf den „Markt“. Tituliert wird das musikalische Schaffen meist unter dem Schubladenthema Post-Metal. Wobei die Songs auf „All Erodes" nicht nur lapidar als Post-Metal zu bezeichnen sind, denn Metal ist hier nur noch sehr sehr wenig am Start. Die Stücke tauchen sowohl in Post-Rock Gefilde ein, kombinieren dabei aber immer ganz geschickt Härte, fragile Sentimentalität und auch oft poppige Versatzstücke. Immer wieder ufern die Melodien sehr weit aus, ohne aber die Songs zerfahren zu lassen. Mit Album Nummer vier ist vielleicht noch etwas mehr Gefühl, als es schon auf dem Vorgänger gab, hinzugekommen. Jan Jämtes Gesang paßt hervorragend zu den Songs und verleiht ihnen die ganz eigene sehr emotionale, teilweise leicht zerbrechliche Note. „All Erodes" erinnert hier und da an frühere Muse aber auch an die Kollegen von The Butterfly Effect, Karnivool oder auch Dredg. Leider bekommen wir nur acht Songs, sowie einen Remix (von einem Song des letzten Albums) geboten … zwei Songs mehr hätten dem Album auch nicht geschadet, auch wenn man hier über die 45 Minuten Marke hinauskommt. Das ist aber kein Hindernis, um hier Kaufaktivitäten in Gang zu setzen. Mit „All Erodes" bekommen wir einen epischen, wunderschönen und mitreißenden Post-Rock-Brocken kredenzt, der einfach nur schönes Gefühls-Kopf-Kino erzeugt. Herrlich traurig, stellenweise düster und doch immer wieder atmosphärisch wundervoll durch die Gehörgänge und unter die Haut gehend. Anspieltips: 'Give It Meaning', 'Just Another Host', 'Death Throes'. Album-VÖ: 05.11.2012