(This Is Core Records) In letzter Zeit haben einige richtig gute Scheiben den Weg in die Verkaufsregale und Online-Verkaufs-Portale gefunden. Genregrössen wie As I Lay Dying und Parkway Drive haben gross vorgelegt und sind wieder einmal der Maßstab für alle nachfolgenden Versuche das Grossgebiet des Metalcore zu bereichern. Wie also könnten da die jungen Briten von HIGH HOPES gegen anstinken? Ob es nun ratsam ist, mit gerade einmal fünf Songs auf die große Karrierereise zu gehen? Nunja! Aber glücklicherweise ist ja die Qualität das Maß, an dem sich HIGH HOPES messen lassen müssen. Als eigenständig und ohne großartig irgendwelchen Vorbildern nachzueifern, wird der Fünfer aus Reading von ihrem Label beschrieben. Eigenschaften, die ich dutzendfach in den Mails der Plattenfirmen lesen darf und schluss und endlich gleicht meistens ein Ei dem anderen. So nun aber genug der Theorie, gehen wir in die selbst betitelte EP. Den längsten Song der Scheibe gibt es mit ‚Look In The Mirror’ gleich zu Beginn. Frontmann Brian Turner fällt mit angenehmem Brüllorgan auf und die Instrumentalfraktion besticht dabei durch ihr eingängiges Spiel. Tempo und Druck sind angenehm ausbalanciert und variieren zwischen Midtempo und schnelleren Gefilden, ohne das diverse melodische Gitarrenparts zu kurz kommen. Bei ‚This Ends’ geht es ein wenig böser zur Sache.

Die Gitarre braten und einige Breakdowns werden gestreut, um dem Corebereich seinen Auftritt zu bescheren. Den besten Song bekommt der Hörer eindeutig mit dem Video Output ‚Eyes Behold’ kredenzt. Eine sehr geile und eingängige Melodieführung mit Ohrwurmfaktor. ‚Sick To Death’ bietet dagegen wieder so ein bisschen Einheitsbrei. Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich ergreifend. Wo wir dann auch schon bei der letzten Nummer angelangt wären. ‚Black & Blue’ ist aber überraschenderweise ein ziemlich cooler Track, der mit einer Menge Abwechslung inklusive Gangshouts daherkommt und bietet einen guten Abschluss des kurzen Vergnügens. Was am Ende bleibt, sind zwei sehr gute Nummern und dreimal biederer Durchschnitt. Von oben genannten Giganten ist man Lichtjahre entfernt und eine Annäherung ist für HIGH HOPES nicht zu erwarten. Ich hoffe die Jungs bekommen meine Kritik mit und belehren mich auf ihrer ersten Full Lenght-Scheibe eines Besseren. Album-VÖ: 09.11.12