(Victory Records) Selbst ich sehe langsam aber sicher eine gewisse Sättigung im Metalcore-Markt und natürlich kann man mich jetzt an die Wand stellen und mir vorhalten, selbiges schon etliche Male vorgehalten bekommen zu haben. Aber ich habe eben immer die Hoffnung auf neue und innovative Ideen. Victory Records haben sich einen neuen Spross ins Boot geholt und wie immer hat man hier den großen Wurf gelandet. CONTINENTS aus dem Süden von Wales haben mit ziemlicher Sicherheit nichts gegen eine große Ankündigung und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich ein Markt für die jungen Briten erschließen, aber ob wir von Gestromt.de mit unserer Einschätzung und Wertung dort mitziehen, müssen wir erst noch im Einzelnen klären. Der Kopfhörer sitzt, das iPad ist an und das Cover von „Idle Hands“ strahlt mir mehr oder weniger entgegen. Als Tattoo würde ich mir diese Gurke sicherlich nicht stechen lassen, nicht mal zwischen die Rille. An Nummer eins steht mit ‚224’ das Intro an. Kurzes Gitarrenjaulen und der keifende Gesang setzt zu einer pumpenden, fetten Doublebass ein. Der Übergang zum Titeltrack ist fließend und im Midtempo geht ‚Idle Hands’ an den Start. Hardcore-Attitüde und Metal-Anleihen sind vorhanden und wechseln sich in typischer Manier ab. Auch ‚Pegasus, Pegasus’ schießt in die gleiche Kerbe, offenbart uns aber das erste Mal einen Cleangesang. Klingt nicht so schlecht, da es eine ziemlich männliche Note zu vernehmen gibt, aber so richtig gut geht anders. ‚Inhale’ keift wieder etwas mehr und arbeitet mit etlichen Breaks an der Langaxt-Front. Auch der instrumentale Melodiefaktor wird etwas nach oben geschraubt, gut gehalten, um dann am Ende wieder mit harter Note auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden. In der Ami-Hymne kommt dieser Satz auch vor. ‚Land Of The Free’ bedeutet aber in diesem Falle leider nicht, sich frei von Trends zu machen, sondern den Stiefel weiter zu führen, wenn auch mit etwas mehr Tempo. Nach dem Intro findet sich mit ‚Sheeps In Wolves Clothing’ die kürzeste Nummer der Scheibe. Kurzer Text und längeres Geschrammel um danach mit ‚Regrets’ den nächsten Song einzuläuten. Aber es gibt eben an der Front nichts Neues. Und so ist auch der Rest schnell durchgeskippt. Das Jahr 2013 fängt in meiner Musikwelt ziemlich mau an und CONTINENTS haben da auch ein wenig zu beigetragen. Langweiliger Durchschnitt, den ich schon etliche Male vernommen habe und das auch noch in besser. Album-VÖ: 25.01.2013 (Photo copyright: Victory Records)