(Pandastorm Pictures / Studiocanal) Das Cover von THE ECHO ist irreführend. Dieses zeigt, wie man hier oben rechts so schön sehen kann, ein kleines Mädchen, welches recht teuflisch in Szene gesetzt wurde, besonders die Augen geben thematisch scheinbar eine Richtung vor. Ist das schon das Remake von Carrie? Könnte ein mögliches Cover sein. Ist Samara zurück? Auch nicht! Dann noch der Zusatz "von den Produzenten von The Ring und The Grudge" oben drüber getackert, klatsch, fertig ist die Erwartunsgshaltung des Zuschauers. Alleine gucken ist bei diesen Filmen eher kontraproduktiv, ich stellte mich aber der Gefahr. Worum geht es? Bobby Walker wird aus dem Gefängnis entlassen und zieht in die alte Wohnung seiner Mutter, deren Leichnam dem Hausmanager zufolge von der Polizei aus der Wohnung befreit werden musste. Bobby bekommt die neuen Schlüssel ausgehändigt und macht sich an die Reinigung der Wohnung. Sofort bei Einzug fallen ihm die Geräusche aus der Wohnung nebenan auf. Dort wohnt ein Cop (Kevin Durand, der fiese Elite-Soldat aus Lost spielt hier mal wieder hervorragend!) mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter. Bobby bekommt einen Job in einer Autoschrauber-Werkstatt, man erfährt, dass er wegen fahrlässiger Tötung im Gefängnis saß. Parallel versucht er, das Verhältnis zu seiner Freundin Alyssa wieder anzukurbeln. Alpträume plagen ihn, er hat Erscheinungen, sieht unter anderem seine Mutter (fiese Schockszene!). Nach und nach wird Bobby durch die Erlebnisse in dem großen und dunklen Mehrfamilienhaus immer gezeichneter. So, dass sollte als kleine Einstimmung genügen. THE ECHO firmiert im Info der Promofirma unter dem Banner "Horrorfilm", dem muss ich mich leider versperren, "Gruselfilm" wäre hier treffender. Der FSK18-Stempel auf dem Cover ist meiner Meinung nach zudem etwas übertrieben, was haben denn da Terrorfilme wie The Hills Have Eyes für eine Altersfreigabe verdient? Bis auf eine Szene, in der man abgeschnittene Finger sieht, wird bei den (wenigen) Gewaltszenen weggeblendet, die Gewalt spielt sich vielmehr in der Vorstellung des Zuschauers ab. THE ECHO hat einige kleine Logikfehler, die für den Verlauf der Handlung aber nicht störend sind, die ich mir aber nicht wirklich erklären kann. Der obige Absatz führt zudem durch die angesprochenden Punkte dermaßen in die Irre, nach dem Ansehen des Films hat man nämlich nicht dieses "ich ballere mir in die Hose, wenn ich jetzt in Richtung Toilette oder Kühlschrank muss", sondern man ist recht befreit und weiß, dass man gerade einen guten Gruselfilm mit Anspruch und Aussage gesehen hat! Ich kann THE ECHO definitiv weiterempfehlen! Und man(n) kann ihn definitiv auch alleine ansehen, haha! Film-VÖ: 10.01.2013