(Victory Records) AS THEY BURN sind nunmehr die dritte Band, die ich aus dem Hause Victory in diesem Jahr rezensieren darf. Neulich wurde ich verwundert gefragt, ob es das US-Label tatsächlich noch gibt. Die fleißigen Veröffentlichungen sollten nun keinen Zweifel mehr daran aufkommen lassen. „Will, Love, Life“ ist mittlerweile der dritte Output von AS THEY BURN. Die Franzosen haben 2009 bereits eine EP und 2011 ein Full Length-Album an die Metalfront gebracht, wobei der Bekanntheitsgrad in Deutschland immer noch gering ist. Bei einigen Kollegen im Netz wird der Stil als Deathcore deklariert, eine Meinung, die ich auf der neuen Rille allerdings nicht teilen kann. Der erste Song ‚Medicine 2.0’ startet mit einigen sehr bratigen Gitarrensalven, um danach gleich in eine Keyboard-Sphäre einzutauchen, die dem Song kurzzeitig eine enorme Höhe beschert. Die Vocals erinnern dabei stark an I The Breather, was aber weniger störend ist, als diverse Sprechpassagen zwischendurch. ‚Origin' pumpt dagegen ein wenig anders. Mehr Breakdowns und die Vocals von Fronter Kevin Traore gehen in die Tiefe und haben einige Lamb Of God Tendenzen zu verzeichnen (Zosse möge mir diesen Gottvergleich verzeihen ;)). Die eingestreuten Programming-Effekte lösen das Ganze von Zeit zu Zeit auf. Bei ‚Dream Collapse’ geht es flüssig weiter und lässt vor allem die Gitarrenfraktion ordentlich fiedeln, unterschiedliche Effekte kommen hier zum Einsatz und lassen die Bodenpedale qualmen. ‚Conscious Man’ bietet erneut der Brathähnchenfraktion Futter, denn die Seiten werden erneut bratig gequält. Der Keyboard-Zwischenpart hat sogar ein bisschen was von Korn, die ja in Frankreich seit jeher eine Macht sind, ein paar cleane Vocals inklusive. Angeben können AS THEY BURN damit aber nicht. Aus der Reihe nix Neues kommt ‚Isis’. Beständigkeit ist schön und gut, Abwechslung aber auch und mitunter sogar noch besser. Einzig der Spannungsaufbau durch sich aggressiv steigernde Vocals haut rein. Danach folgt mit ‚ Frozen Vision’ ein Zweiteiler, wo einer auch gereicht hätte. Musikalische Konzepte sind ja ganz gut, aber dann bitte ein wenig besser verteilt. An Position sechs und sieben macht das wenig Sinn. ‚When Everything Falls Apart’ hingegen gefällt richtig gut. Dieses ordentliches Tempo und die tolle Vocal-Vielfalt hätte ich nach dem Zwischentief nicht mehr erwartet. Der mit Abstand beste Song der Rille. ‚Z(H)Ero’ ist dagegen der genaue Gegenpart, der allerdings nur von kurzer Dauer ist, denn der Übergang zu ‚F.R.E.A.K.S’  ist nahtlos und schon werden hier wieder die Seiten malträtiert. Den Abschluss bildet ‚Sons Of Shiva’ und pumpt noch einmal alle Energie der Franzosen durch die Boxen ohne sich allerdings erneut den Inovationspreis zu verdienen. Die letzten vier Songs haben dafür gesorgt, dass AS THEY BURN von mir noch einen halben Blitz mehr bekommen, aber mehr als 3 ½ sind leider nicht drin. Album-VÖ: 22.02.2013