(Pavement Entertainment) Im letzten Jahr erschien endlich nach dem unermüdlichen Drängen vieler Fans ein neuer Output der Rockformation DARK NEW DAY. Nach über sieben Jahren Wartezeit! "New Tradition" bot 13 Knaller Tracks, die dem starken Debüt auf ganzer Linie ebenbürtig waren. Jetzt steht kaum ein Jahr später ein neues Album in den Regalen und wird als zweites Werk angekündigt! Wer kann hier nicht rechnen oder was hat es mit "Hail Mary" auf sich? Drehen wir die Zeit nochmal zurück: 2004 fand sich um die beiden musiksüchtigen Lowery-Brüder eine echte Modern Rock-Super Group zusammen. Clint Lowery kehrte Sevendust damals eine zeitlang den Rücken, sein Bruder Corey schaffte mit den großartigen Stereomud leider keinen Durchbruch und so sammelten sie weitere Seelenverwandte um sich, um ihre musikalischen Visionen umzusetzen. Drummer Will Hunt, der auch seit 2007 bei Evanescence trommelt, da DARK NEW DAY auch nicht richtig durchstarteten, Troy McLawhorn an der zweiten Gitarre, der seit 2011 auch bei Evanescence in die Saiten haut, und last but not least der großartige Brett Hestla am Mikro, welcher ehemals bei Virgos Merlot sang und bei Creed jahrelang live den Viersaiter zupfte, komplettierten das Line up. Das Songwriting ging zügig vonstatten und so erblickte bereits 2005 das beeindruckende Debüt "Twelve Year Silence" das Licht der Welt. Ein Einstieg in die US Billboard Top 200 und die Single 'Brother' auf Nummer 7 der Active Rock Charts waren die Folge und brachten dem Quintett eine solide wachsende Fanbasis ein, die dank vieler Tourneen, unter anderem mit Chevelle, Seether oder Crossfade, immer weiter anstieg. 2006 ging es wieder ins Studio und das vorliegende zweite Album wurde aufgenommen aber leider nie veröffentlicht. Warum es zum Bruch kam, ist nicht ganz bekannt bzw. klar. Ob eventuell der Erfolg nicht den Erwartungen einiger Bandmitglieder entsprach, lassen wir mal dahingestellt aber Fakt ist: Clint ging zurück zu Sevendust, Corey gründete Eye Empire, Will versuchte es bei Evanescene , bei denen nun auch Troy gelandet ist. Das Feuer loderte aber anscheinend immer weiter und die Die Hard Fans bombardierten die Bands immer wieder mit Aufrufen, doch weiter zu machen. So kam man 2011 wieder zusammen, vollendete alte Ideen und schrieb neue Stücke, die in "New Tradition", einem knackigem derbe rockendem Kraftpaket mündeten. Jetzt steht das alte zweite Werk "Hail Mary" endlich der Fangemeinde zur Verfügung, doch die Freude ist angesichts vieler Radio-Anbiederungen nicht ganz so groß wie beim Vorgänger, bzw. den anderen beiden Scheiben. Das Werk beginnt fetzig, doch bereits Track drei ('Simple') nimmt den Dampf raus. Kein Problem, wenn nicht der gesamte Mittelteil zu ruhig ausgefallen wäre, erst im letzten Drittel zieht man wieder an. Wären doch mehr Stücke wie das knallig abschließende 'Fiend' oder die flotten Rocker 'Give Me The World' oder 'Outside', dann könnte man "Hail Mary" richtig zelebrieren. So merkt man dem Werk an, dass hier bei gut der Hälfte der Songs auf die Charts gelinst wurde. Schade! Um nicht falsch verstanden zu werden: Die Band ist immer noch weit über dem Durchschnitt und auch die ruhigen Lieder wissen zu gefallen, doch sind einfach zu viele leise Töne vertreten, ganz im Gegensatz zum fast durchgängig rockenden Album "New Tradition". "Hail Mary" darf man trotzdem mögen. Album-VÖ: 18.02.2013 (Pic courtesy of Pavement Entertainment)