„Das ist nur logisch.“ Nach ihrem Neuauflagenerfolg 2009 gehen Kirk und Co. nun in die zweite Runde und kehren mit STAR TREK – INTO DARKNESS zurück auf die Leinwand. Anders als vor vier Jahren muss man jetzt nicht nur den Ansprüchen eingefleischter Star Trek Fans genügen, sondern auch denen derer, die durch den Kinofilm erstmals Gefallen an der Geschichte um die Besatzung der Enterprise gefunden haben. Keine leichte Aufgabe, wenn man an die gekonnte Mischung aus Witz, Science-Fiction, Action und sogar Emotionen denkt. INTO DARKNESS beginnt gleich actiongeladen mit einem Einsatz der Enterprise, bei dem wie unter der Leitung von Captain Kirk wieder einmal wider dem Protokoll gehandelt wird. Trotz erfolgreicher Mission gibt es daraufhin Ärger mit den Bossen und der Befehl über die Enterprise ist  erst einmal weg. Dazu kommen Differenzen zwischen Spock und Kirk und auch in der Beziehung von Spock und Lieutenant Uhura kriselt es. Zu all dem Drama kommt dann auch noch ein Anschlag aus den eigenen Reihen – John Harrison, eine Art Übermensch, attackiert die Sternenflotte in ihrem Kern und zieht damit ganz besonders Kirks Zorn auf sich. Dieser macht sich mit seiner Mannschaft auf, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Dabei deckt er jedoch immer mehr Geheimnisse der Flotte auf, die ihn schließlich daran zweifeln lassen, wer nun gut und wer böse ist. Während des gesamten Films wechseln sich ruhige, narrative und actiongeladene Szenen ab. Bisweilen kommt ein wenig das Gefühl auf, dass der Film in den „ernsten“ Momenten zu sehr ins Klischee abdriftet, um nicht zu sagen fast melodramatisch wird. Das ist schade, aber im Großen und Ganzen findet man ein ganz gutes Gleichgewicht und verschmelzt mehrere Genres flüssig und gut. Die Story allein mag vielleicht nicht so viel hermachen, aber die Schauspieler lassen von vorne bis hinten wohl keine Wünsche offen. Während man zwar nach wie vor von Blauauge Kirk (Chris Pine) geteilte Meinungen haben kann, steht dem Schönling mit Zachary Quinto als Spock eine geniale Wahl gegenüber. Der Heroes-Darsteller weiß seine vielseitige, verschrobene Figur hervorragend umzusetzen und sorgt mit seinen trockenen Sprüchen für einige Lacher. Simon Pegg als Scotty, der in INTO DARKNESS das Gewissen der Sternenflotte spielt, ist abermals ein Geheimtipp. Jede Zeile des Briten und jede körperliche Kleinigkeit wird zu guter Unterhaltung. Erwähnt sei an dieser Stelle noch Sherlock-Darsteller Benedict Cumberbatch, der als Bösewicht allerdings keine so gute Figur macht. Sein Charakter gibt das wohl aber aufgrund der Vorhersehbarkeit auch nicht her. Insgesamt muss man sagen, hat Produzent und Regisseur J.J.Abrams wieder einmal einen guten Riecher bewiesen. Einziges Manko ist hierbei die Wahl, in 3D zu drehen. Auch wenn ich im Allgemeinen kein Fan dieser Technik bin, ist sie mir bei STAR TREK – INTO DARKNESS sogar als störend aufgefallen. Die Action des Films ist sowieso jenseits jeder Vorstellungskraft, wird aber durch die dreidimensionale Darstellung nicht effektiver und während normaler Szenen nervt das extreme pappartige Voreinander der Geschehnisse und Fehlen jeder Tiefenschärfe einfach massiv. Fazit:  3D unnötig. Der Film selbst ist: lustig, actiongeladen und kurzweilig. Filmstart: 09.05.2013 (Photos: Paramount Pictures)