(DIY) Es ist mal wieder Local Time bei Gestromt.de. Eine Band aus Hameln mit dem Namen SONIC SKIES schickt sich an ihre neue EP „Icarus“ unters Volk zu werfen. Was die Jungs aber in jedem Falle gleich mal von mir auf die Mütze bekommen, ist ihr spärliches Infomaterial. Jungs, damit kann man nicht viel anfangen und auf Zusammensuchen hab ich selten Bock. Na immerhin weiss ich nun, dass ihr aus Hameln kommt, auf Facebook vertreten seit (wo mehr steht als in der Info) und Musik macht. Dass eure EP in Eigenregie entstanden ist, durfte ich auch erst auf dem mächtigen Social Network mit dem grossen „F“ erfahren. Nun aber genug des Meckerns. Wollen wir uns dem niedersächsischen Metalcore des Fünfers widmen. ‚WASD’ ist ein pianolastiges, sehr atmosphärisches Intro, welches schonmal Lust auf mehr macht und mit ‚Riot Bro,Riot!’ geht es dann auch voll zur Sache. Keifende Vocals, die mich ein wenig an Ekotren erinnern und ein schicker, abwechslungsreicher Groove geben den Ton an. Auch der Schlagwerker sei hier erwähnt, der einen ordentlichen Wumms und Blast im Pöter hat. Der Titeltrack ‚Icarus’ macht im Anschluss genau da weiter, wobei sich hier die Schlagzahl nochmal ein wenig erhöht. Die melodischen Leads passen hervorragend zum Treiben und geben auch ohne cleane Vocals etwas Nahbares. ‚Naked Man Plays Guitar’ nimmt den Fuss vom Gas und den Stecker aus der Dose. Hier wird ein kurzes Akustikintermezzo betrieben, welches mit ‚Ghosts’ im nächsten Gemetzel endet. Hier darf auch mal ein wenig Elektronik als Stilmittel eingesetzt werden. Auf eine amtliche Basslinie wird in der goldenen Mitte vernommen und so darf bei SONIC SKIES jeder einmal dominante Akzente setzen. ‚Mirror Mirror’ ist eine insgesamt gute Ergänzung, hat ebenfalls einen guten Groove, fällt aber nicht so stark ins Gewicht wie der Rest. Und beim sprichwörtlichen Rest vom Fest sind wir mit ‚Heartbeats’ angekommen und springen noch einmal für ein paar Minuten von der Couch zum Pogen auf dem Parkettboden. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, waren SONIC SKIES Anwärter auf einen Platz im Lineup unseres letzten Helldeathfestes. Und nachdem mein Ärger ob des Gehörten nun verflogen ist und ich über das spärliche Infomaterial (fast) hinweg sehen kann, hoffe ich doch einmal darauf die Rattenfänger live beäugen zu dürfen. Für dieses Unterfangen und bei der musikalischen Qualität ist eine bewegungsreiche und energiegeladene Performance ein MUSS, denn Musikanten, die auf Livebrettern nur auf ihre Instrumente schauen, braucht keiner. Aber da gehören SONIC SKIES bestimmt nicht zu. Album-VÖ: bereits erschienen (Photo courtesy of Sonic Skies)