(Long Branch Records / SPV) Die Söhne Clevelands, Ohio, die sich in ihrer Anfangszeit eher dem New Metal verschrieben hatten, gehörten mit ihrem zweiten Longplayer "The Impossibility of Reason" (2003) mit zu den Wegbegründern der New Wave Of American Heavy Metal. Doch dieser Erfolg hielt nicht lange…. Mit jeder weiteren Veröffentlichung änderte sich nicht nur die Besetzung, sondern auch die Eindimensionalität des monoton brüllenden Fronters Mark Hunter wurde immer deutlicher. Zwar gab es auf jedem Werk einige durchaus eingängige Titel, doch das Gros der Songs vermochte es nicht über durchschnittliches Niveau hinaus zu kommen. Dieser Faktor stand stets im krassen Widerspruch zu den technischen Fähigkeiten der Musiker, die im Gegensatz zum Bandleader ihr filigranes Potential recht häufig zur Schau stellen konnten. Auf "Crown Of Phantoms" hat das Line-Up nun abermals gewechselt. Doch wer jetzt einen Kurswechsel oder aber großen Befreiungsschlag erwartet, dürfte abermals enttäuscht werden. Die durchgehende Härte sorgt wie bei den Kollegen von DevilDriver zwar für viel Power, doch kaum Wiedererkennungswert, dafür ist das Songwriting einfach zu beliebig und Hunter kommt immer noch nicht über einen Ton beim Brüllen hinaus. Die neuen Klampfer Emil Werstler (Daath) und Matt Szlachta (ex-Dirge Within) hauen zwar solide Riffs aus den Ärmeln, Tieftöner Jeremy Creamer (Daath) groovt mit dem neuen Drummer tierisch gut zusammen. Auch die elektronischen Sounds von Sean Zatorsky (Daath) sind schön düster und unheilvoll. Der Opener 'The Machine' macht durchaus Spaß, doch schon mit Track 2 fragt man sich, wo sind die Hooklines oder Songbestandteile mit Ohrwurmcharakter. Die zwölf Tracks (Special Edition) lassen am Ende eher das Gefühl beim Hörer zurück, dass sich die Band mit einer knalligen EP eher einen Gefallen getan hätte, als mit einem langatmigen Full Length Werk. Unterm Strich gebe ich vier Punkte für die Technik und drei für das Songwriting, was im Durchschnitt 3,5 macht und diese Platte sowie die Karriere der Band gut widerspiegelt… Album-VÖ: 09.08.2013 (Photo by Patrick Finigan)