(Sumerian Records/Soulfood) Es ist Mitte 2013 und natürlich darf auch ein Release von Great Britains Vorzeige-Rockern ASKING ALEXANDRIA nicht fehlen. Vor kurzem erst durften wir uns erneut von den Livequalitäten von Danny Worsnop & Co überzeugen, wurden beim Vainstream in Münster aber leider mit miesem Sound überrascht. Dadurch wurde auch ein Song des neuen Albums „From Death To Destiny“ mit fadem Beigeschmack serviert und wollte nicht so recht gefallen. Schade eigentlich, denn Frontsau Danny hat im Bereich Gesang eine ordentliche Schippe draufgelegt und kann sich mittlerweile zu den richtig Guten des Genres zählen. Nun heisst es also eine weitere Schippe auf das tadellose „Reckless and Relentless“ drauf zu legen und noch mehr Weltruhm zu erlangen. Mit ‚Don't Pray For Me’ geht es gleich kernig los und die gewohnte Härte der Briten kommt voll zum Zuge, ohne allerdings auf die typisch melodischen Merkmale zu verzichten. Bereits hier kann man sich von der erwachsenderen Struktur im Gesang überzeugen. Auch ‚Killing You’ schlägt die Brücke vom Metalcore zum kernigen Rock mit Attitüde. Man merkt förmlich, dass ASKING ALEXANDRIA dem schnöden Einheitsmammon entkommen wollen, haben sie mit ihren Coversongs von Skid Row bereits mit Wohlwollen Rockluft geschnuppert. ‚The Death Of Me’ wurde bereits als Single vorab veröffentlicht und erinnert auch nur zu Beginn an teenielastige Musikergüsse. Ebenfalls vor Release zu hören gab es die Nummer ‚Run Free’. Mit einem großartigen Chorus ausgestattet, lässt sich dieser Ohrwurm bereits nach zweimaligem Hören einwandfrei mitträllern. Auch eine Streichereinlage gibt es zu bestaunen. ‚Break Down The Walls’ braucht wieder etwas Dynamik im Anschlag, ohne allerdings core-ige Pfade zu beschreiten und die Gesangsdarbietung hält sich rau und rotzig, bis klar und am klassischen Metal orientiert. Giftig und hart bedient sich ‚Poison’ wieder am ASKING-typischen Sound. Breakdowns und Doublebass wollen hier dominieren, geben aber immer wieder die nötige Luft zum klaren Bekenntnis der Melodie. Der Song ‚Believe’ lässt dich einfach und zielführend als purer Metal bezeichnen und das auch noch von seiner herausragenden Seite. Die Songstruktur ist zwar schnell durchschaut, trotzdem werden hier einige Überraschungen und Arrangements getroffen, um den Hörer abwechslungsreich zu unterhalten. Auch mit ‚Creature’ scheinen ASKING ALEXANDRIA diesen Weg weiter zu verfolgen. Eher harmonisch als brachial geführt, mutiert auch dieses Biest zum Metal mit wenig Core. Und wo wir gerade dabei sind, ‚White Line Fever’ möchte uns ebenfalls in die neuen Gefilde führen. Sparsam eingesetzte Härte, die im Livesektor aber immer noch zum Toben einladen wird. Eine vermeintliche Ballade mit viel Sangeskraft gibt es mit ‚Moving On’. Mr. Worsnop darf hier mit schwellendem Schritt an sein Mikro treten, denn Mann sein ist hier gefragt. Geile Nummer. ‚The Road’ verlässt den Balladenpfad und bringt uns langsam wieder in Fahrt, ohne sich dabei allerdings zu überschlagen. Hier wird alles erlernte missbraucht, um eine erneute Brücke zwischen Härte und Melodie zu schlagen. ‚Until The End’ startet mit Elektro, bringt uns aber postwendend in grobere Gefilde. Nach dem rockigen Zwischenhoch noch einmal eine klare Kampfansage an den Hörer kurz vor dem Finale. Das läuten wir mit dem Rock Mix von ‚The Death Of Me’ ein. Noch einmal werden wir förmlich weggeblasen und ziehen erschöpft unser Fazit. ASKING ALEXANDRIA spielen ohne wenn und aber in der ersten Liga. Egal ob Metalcore, Rock oder wo auch immer, diese Scheibe bringt die Vollbedienung und begeistert auf ganzer Linie. Full House. Album-VÖ: 09.08.2013