Hamburg ist ja bekanntlich immer eine Reise wert, und wenn dazu dort auch noch gute Musik dargeboten wird, gibt es keine Entschuldigung, die ein Fernbleiben rechtfertigen könnte. Diese Konstellation ergab sich auch am letzten Sonntag. Und so machten wir uns nach dem Urnengang langsam auf zum Logo in die Hansestadt. Nachdem der fahrbare Untersatz in unmittelbarer Nähe abgestellt werden konnte, gingen wir schnurstracks in den altehrwürdigen Laden um keine der drei Bands zu verpassen. Nach bereits 5 Minuten konnten erlegte Merchartikel ins Vehikel geladen werden. Nun aber schnell zurück. Den Abend eröffneten pünktlich auf die Minute die aus California kommenden CAPSIZE. Ihr energisch gespielter Melodic-Hardcore sprach das überwiegend junge Publikum ab der ersten Sekunde an. Durch den dadurch entstandenen Pit sah das Logo bereits zu dieser frühen Zeit gut gefüllt aus. Es flogen vereinzelt Arme und Beine, es wurde mitgegrölt und es wurde das Haupt geschwungen. CAPSIZE heizten der Menge ordentlich ein. Nach knapp 20 Minuten verkündete Sänger Daniel bereits den letzen Song und somit war der erste Akt nach gut 25 Minuten durch. Nach einer kurzen Umbaupause enterten nun THE ELIJAH, für mich persönlich mit einer DER Entdeckungen 2012, die Bühne. Nachdem alle Bühnenlichter erloschen waren, begann das Schauspiel, denn THE ELIJAH spielten nicht nur, nein sie präsentierten dazu auch eine mehr als passende Show. Die sphärische Musik wurde lediglich mit Filmprojektionen und einer minimalistischen Lichtshow unterstützt. Mit ’In Misery’, ’I Loved’ und ’In Fear’ wurde die Reihenfolge der CD umgesetzt. Die Cleanstimme von Michael war wie der Rest der Band nahezu auf CD-Niveau. Das Publikum folgte leicht entrückt bis träumerisch mitsingend der Musik. Mit ’I Destroyed’ spielten THE ELIJAH auch einen meiner Lieblingssongs. Leider beendeten auch die 5 Jungs aus England nach nur knapp 30 Minuten ihr Set. Da sich THE ELIJAH nach der Tour auflösen werden, war das ein für mich ein einmaliges Erlebnis – leider! Kommen wir nun zum Headliner: BEING AS AN OCEAN. Ich hatte bereits das Vergnügen, die Jungs letztes Jahr in Hannover zu sehen und wusste was nun folgte. Und meine Vermutungen sollten sich mehr als bewahrheiten. Eine energiegeladene, mitreißende Liveshow bekam das nun zu gut 2/3 gefüllte Logo zu sehen. Mit dem Song ’Nothing, Save The Power They're Given’ wurde das Spektakel eröffnet. Das Publikum hing ab der ersten Silbe Joel Quartuccio an den Lippen, und sang wo es nur konnte mit. Eine wirklich beeindruckende Live-Performance. Besonders wenn man bedenkt, dass es BEING AS AN OCEAN erst knapp 20 Monate gibt. Gleiche Publikumsreaktionen waren auch bei den folgenden Songs zu sehen. Beim Videosong ’Dear G-D’ gab es Stagedives und Sing-a-longs. Eine Zugabe beendete dann das knapp 35-minütige Set. Zusammenfassend kann man sagen, die Fahrt hat sich mehr als gelohnt, wenn alle Sets auch gern 5-10 Minuten hätten länger sein können. Ein jeder, der die Musik der drei Bands mag, sollte versuchen, eine der letzten Shows noch zu besuchen. Nach einer Stärkung ging es dann glücklich gen Heimat. Bis zum nächsten Mal, Hamburg!