(Finaltune/Broken Silence) Die vier Hamburger "Astronauten" haben sich dem Prog-Rock verschrieben. Seit der Gründung 2010 haben sie ihren Stil ständig verfeinert und zahlreiche Gigs in Hamburg und Umgebung absolviert. Durch die Reaktionen des Publikums erfuhren sie hautnah die Reaktionen auf das neuste Material und konnten so die weniger funktionierenden Stellen umarrangieren. Sieben überlange Stücke haben es nun auf das Debüt Album "...But Heaven Is Clear" geschafft. Trotz musikalischer Komplexität verliert die Band jedoch nie den roten Faden und driftet nicht in unzählige Soli-Passagen ab, wie es andere Bands des Genres gerne selbstverliebt zelebrieren. Trotz ausgiebiger sphärischer Parts steht bei GALAXY SPACE MAN der Song und nicht das hörbar vorhandene technische Können im Vordergrund. Die einzelnen Musiker bringen langjährige Banderfahrung mit, was man deutlich heraushört, denn hier sitzt jeder Ton an der richtigen Stelle. Sänger und Gittarist Mattia Zander hat vormals in diversen Metal-Bands gespielt, was man ebenfalls deutlich bemerkt, wenn er stellenweise ein derbes wohldosiertes Brett fährt. Auf der anderen Seite ist aber auch deutlich die poppige Vergangenheit der anderen Bandmitglieder zu vernehmen. Zusammen ergibt das eine spannende Mischung. Die Mucker haben ihre überlangen Songs durch detailverliebte Jamst zu stil-übergreifender, anspruchsvoller Rockmusik fusioniert. Das Quartett experimentiert mit vielen unterschiedlichen Sounds und Facetten, wie es sich schon Prog-Größen wie Pink Floyd bis Dream Theater auf die Fahnen schrieben. Das spannende Hörerlebnis "... But Heaven Is Clear" besticht durch den Wechsel von ruhigen, melodischen Parts, gepaart mit U2 bzw. 30 Seconds To Mars artigen Gitarrensounds, denen immer wiede harte Riffs und polyrhythmisches Drumming gegenübersteht. Das Songmaterial ist dadurch sehr variabel und dynamisch.  Nicht selten erinnern GALAXY SPACE MAN an die früheren Dredg und schwimmen auch in ähnlichem Fahrwasser wie beispielsweise Karnivool. Doch die Hamburger klingen trotz der Verweise eigenständig und nennen ihren Stil selbst Post Rock . Durch mehrstimmige Gesangspassagen und geteilten Leadgesang (Bassist Till Nafe übernimmt immer wieder die Hauptstimme) wird den Stücken noch mehr Abwechslung und eigene Identität verliehen.Das Ergebnis kann sich mehr als hören lassen! Gerade haben die jungen Herren eine Deutschland-Tour hinter sich und wir könnten uns die Vier das nächste Mal gut zusammen mit Invivo (siehe auch die Rezension zu den italienischen Prog Meistern auf diesen Seiten!) vorstellen und drücken ganz doll die Daumen, dass diese Platte vielen Hörern nahegebracht werden kann! Es lohnt sich... Album-VÖ: 27.09.2013 (Photo courtesy of Finaltune)