(Stemhammer / SPV) "Freedom" ist schon der zweite Output des amerikanischen Stoner-Hard Rock Sextetts und nur wenige wissen, wer sich hinter SPIRAL ARMS verbirgt. Hauptsongwriter Craig Locicero, der Bay Area Thrasher, der bei Forbidden hauptverantwortlich für die Kompositionen und einen der Sechsaiter war, hat eine schlagkräftige Truppe von alten Bekannten um sich gescharrt. Schon früh hatte Craig neben seiner Hauptband in den 90ern ein Nebenprojekt aus der Taufe gehoben, namens ManMade God, aus dessen Kern schließlich nach einigen Umbesetzungen und Stilwechseln SPIRAL ARMS hervorgingen. Locieceros Jugendfreund und Sänger Tim Narducci stand früher bei den New Metal-Rockern von Systematic am Mikro und auch der Rest der Truppe mit Cornbread (Vicious Rumors) am Bass, Brad Barth an den Keyboards, Ron Redeen (Ex-Esseness) am Schlagzeug und Anthony Traslavin an der zweiten Klampfe sind keine unbeschrieben Blätter – die Jungs wissen, was sie tun! "Freedom" besticht durch starke Gitarrenriffs und packende Grooves. Der Gesang erinnert ein wenig an Chris Cornell und KyussGarcia, ist aber alles andere als ein Plagiat, wie es viele bei ähnlich gelagerter Musik gibt. Was sofort ins „Ohr springt“ ist die ehrliche und erdige Produktion. Warum das Material so lebendig und ehrlich roh klingt, hat einen guten Grund: Die Band hat die Basic-Tracks in voller Besetzung live eingespielt und das hört man auch. Laut Locicero hat das gerade mal 16 Stunden gedauert und ist daher schön authentisch roh. Natürlich wurden einige Stellen nachbearbeitet, Chöre eingefügt, Gitarren gedoppelt etc. Doch alles im kleinen Rahmen, ohne das besondere Flair der Platte zu zerstören! "Freedom" schafft das Kunststück, übertrifft das eindrucksvolle Debüt "High Society" und hat den Hörer gleich ab dem genialen Opener 'Dropping Like Flies' bei den Eiern. Das Material ist wie aus einem Guss; schön sind immer wieder überraschende Parts wie der Klavier-Mittelteil von 'Dropping Like Flies' oder 'Exit 63'. Diese sollten als Anspieltipps reichen, um den Hörer von den Fähigkeiten des Sechsers zu überzeugen. Bei allem technischen Können, steht aber die Songdienlichkeit im Vordergrund, was "Freedom" angenehm kurzweilig macht! Musikalisch erinnern SPIRAL ARMS an eine moderne Variante von Black Sabbath oder Led Zepplin, manche zweistimmigen Gesangslinien besitzen Alice In Chains Charme und die Power früher Soundgarden. Dass die Jungs 2007 auf dem Graspop frenetische Reaktionen ernten konnten, ohne das der Erstling in Europa damals erschienen war, spricht einerseits für die Live-Qualitäten der Band und zweitens sind SPIRAL ARMS seitdem unheimlich heiß darauf, wieder über den großen Teich zu uns zu kommen. Dieser Traum wird für Band und Fans im Frühjahr 2014 endlich wahr wird! Lasst Euch das bloß nicht entgehen! Album-VÖ: 04.10.2013 (Photo Gino De Grandis)