(Rise Records / Uncle M / Cargo Records) Eigentlich sollten die Songs des Solo Debüts "Resolutions" nur eine Überbrückung bis zum nächsten The Loved Ones-Studio Album werden. Doch die Songs, die zu "ruhig" für seine Hauptband waren, entpuppten sich als wahre Perlen und nicht nur als Nebenbei-Outputs! Daher wurde die Fanbase nach der Veröffentlichung und ersten Tourneen schnell stetig größer... Plötzlich war der "American Songwriter" in aller Munde und seine ehemalige Hauptband liegt seitdem auf Eis. Angesichts des überragenden Materials seiner Solo Werke aber auch kaum verwunderlich. Der Nachfolger "Devour" steht dem Erstling in nichts nach und bietet ebenbfalls "sanfte" Rock und Singer-Songwriter Musik, ganz in der der Tradition des großen Boss Bruce Springsteen. Wie sein Vorbild verarbeitet DAVE HAUSE ebenfalls erlebte Working Class-Themen, wodurch die Lieder so authentisch klingen. Wie Kollege Chuck Ragan (Hot Water Music) hat er auf seinen Solo Alben auf E-Gitarren und größtenteils lautes Schlagzeugspiel verzichtet. Stellenweise klingt der Karohemdträger wie der große Bruder von The Gaslight Anthem, nur eben reduzierter. Der Mann aus der Arbeiterklasse hat keinen leichte Musikkarriere hinter sich. Solch ein steiniger Weg bietet großen Input für die Songtexte, die den American Dream sezieren und ad absurdum führen. Die Stücke von "Devour" beleuchten viele Schattenseiten des Lebens und Rock'n'Rolls, geben aber auch Hoffnung abseits des häufigen Scheiterns im Leben. Die daraus resultierende Melancholie hört man aus jedem Ton in der Stimme des aus Philadelphia stammende Songwriters. Wie wir alle wissen, sind es doch meist die "schmerzhaften" Lieder, die dem Hörer am nähsten gehen. So auch hier. Die zwölf vertretenen, mitreißenden und bewegenden Rock-Songs werden mit einer Prise Folk und Punk angereichert und zu traurig klingenden Diamanten geschliffen. Wir wollen hier keine einzelnen Stücke herausstellen, zu hoch ist die Gesamtqualität und der Spannungsbogen der Werks ist gut ausbalanciert. Wer das Debüt schon mochte, greift einfach zu. Wer die genannten Referenzen kennt, muss dieser Platte eine Chance geben. Die Gestromt-Redaktion freut sich jedenfalls schon tierisch auf den Gig am 22.11. in Hannover, im Gig! Sehen uns! Album-VÖ: 11.10.2013 (Photo by Jen Maler)