(Prosthetic Records / Sony Music) Passend zum 10 jährigen Bandjubiläum melden sich die Black Thrasher von SKELETONWITCH mit ihrem nun fünften Album zurück. Und dieses sollte man unbedingt auf dem Schirm haben, denn mit "Serpents Unleashed" könnte endlich der große Durchbruch gelingen. Bereits mit dem Opener und Titeltrack 'Serpents Unleashed' wird die Formel dieses Albums klar, welche schnell, hart und kurz lautet. Gerade mal knapp über 2 Minuten läuft das gute Stück, diese haben es aber in sich. Die Instrumente werden schnell und stimmig gespielt und das Black Metal-typische Growling passt sehr gut zum Song. 'Beneath Dead Leaves' bietet dazu eine noch eingängigere Melodie und ein tolles Gitarrensoli. Zu 'I Am Of Death (Hell Has Arrived)' gibt es ja schon ein sehr schön gemachtes Musikvideo im 70er Jahre-Slasherstil und bei dem Song gefällt vor allem der kurze melodische Mittelteil. Da die Formel im Grundsatz immer gleich ist, lässt sich auch zu 'From A Cloudless Sky' nicht viel Neues sagen. Der Melodiebogen in 'Burned From Bone' ist wirklich sehr gelungen und der Song hat ein wirklich beachtliches Tempo, welches ihn zu einem wirklichen Highlight macht. 'Unending, Everliving' erinnert dann teilweise wirklich stark an die New Wave of British Heavy Metal (NWoBHM), quasi so, als ob Iron Maiden mal einen Black Metal-Song aufnehmen würden, eine durchaus gelungene Mischung. Ich könnte jetzt zu jedem Track noch etwas schreiben, aber eigentlich ist das komplett unnötig. Was für eine durchgehend hohe Qualität dieses Album bietet, sollte jetzt schon angekommen sein und der Stil bleibt halt durchgehend gleich. Vielleicht noch ein paar Worte zu 'More Cruel Than Weak', dem Abschlusstrack des Albums. Dieser baut sich nämlich erst langsam mit ruhigen Gitarrenklängen auf, nur um dann wieder in Kraft und Energie zu explodieren. skeletonwitch-serpents-unleashed-4864SKELETONWITCH spielen einen, auf einem technisch beeindruckenden Niveau, schnellen und sofort mitreißenden Mix aus Death, Black, Thrash, und New Wave of British Heavy Metal. Die meisten Songs gehen dabei keine 3 Minuten, so kommt keine Langeweile auf, allerdings läuft damit das Album auch nur knapp 30 Minuten und befindet sich damit schon auf dem Niveau eines Pop-Albums. Das Prinzip schnell, hart und kurz geht aber vollkommen auf, denn jeder der Songs macht einfach richtig viel Spaß. Live sollte man mit diesen Liedern ziemlich gut einen Club niederreißen können. Ein Wehrmutstropfen bleibt dann neben der Länge aber doch noch und zwar fehlt so ein richtiger Ausreißertrack, bei einer so hohen Gesamtqualität kann man aber auch das verschmerzen. Anspieltipps: 'Burned from Bone' Album-VÖ: 25.10.2013 (Photo by Chris Casella)