(Epitaph Records) Zu Beginn einer Rezension kann man gut mit typischen bekannten Fakten anfangen. So z.B. Name der Band und Titel des Debutalbums: SURVIVE THIS! – ''The Live You’ve Chosen''. Geschafft! Label: Epitaph. Hört sich auch gut an. Produziert von Falling In Reverse-Frontmann Ronnie Radke. Okay, soweit läuft alles nach Plan. Genre? … Soooo, hier wird’s etwas kompliziert, denn ich habe nicht die geringste eindeutige Antwort. So müssen im Folgenden wohl auch mal Vergleiche herhalten, gerade dann wenn man berücksichtigt, dass sich die Jugendfreunde aus Las Vegas von z.B. Justin Timberlake und Underoath beeinflussen lassen. Auf geht’s, vielleicht lässt sich doch noch ein nicht allzu verstörender Konsens bei ''The Live You’ve Chosen finden''… Mit dem gleichnamigen Opener wird man sofort mit dem Chorus in den eingängigen, cleanen Gesang von Shawn Zyvoloski geworfen, so wie es wohl auch dem Businessmann samt Aktenkoffer geschah, der das Cover dieses Albums ziert. Nebenbei gesagt könnte der Frontmann auch eindeutig bei Set Your Goals einsteigen, hier ist die Ähnlichkeit fast gespenstisch. Etwas brachialer werden nun die Strophen gestaltet, denn hier wird gehoutet. Dieser Kombination wird man noch öfter begegnen, hier funktioniert sie definitiv. Chaotisch wie eine Breakdown-Jamsession beginnt 'Pardon Me', wird aber ebenso im Refrain melodisch, packt mich aber nicht wirklich. Das ändert sich jedoch schnell mit den gute-Laune-Synthies und Ohrwurm-Lyrics von 'Where I Belong'. 'Coming Clean Takes Heart' ist etwas fetter, rockiger und auch durchaus wert, zumindest nebenbei mal laufen zu lassen. Atmosphäre und Gesangswechsel von 'The Seed' zwingen mich nun letztendlich zum nächsten Vergleich, hier A Day To Remember. Und zwei werden noch folgen, und mindestens einer davon hat’s in sich! Survive_This!_0241_crop_03Auf dem sechsten Platz zeigen sich aus meiner Sicht SURVIVE THIS! von ihrer besten Seite und hauen einen Hammer raus, der mir nicht langweilig wird, denn '10 Years ’’I’ll Never Be The Same’’' hämmert sich rap-shouting-mäßig bis zu einem Refrain, der einen so schnell nicht mehr verlässt und auch kein bisschen Tempo rausnimmt. Ich glaub den schmeiß ich gleich noch mal an! 'The Story Falls' besticht durch verschiedenste Gesangslinien und ist wie auch 'Sail Away' hörenswert und 'Lessons In Deception' beginnt mit einem Synthie-Streicher-Lauf wie in einem Ballsaal und Panic At The Disco-Strophen. Aber da bleiben noch zwei Songs, die besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen, denn hier kommt der vierte und letzte Vergleich: 'Wrong Direction ’’Hey You’’' erinnerte mich augenblicklich aaaaaan… Call Me Maybe! Und das komische dabei, irgendwie hat auch das in das laufende Werk gepasst und stört keineswegs. Als verstörender empfand ich die melancholischen Akustiktöne vom abschließenden Song 'Father', so beenden wir ''The Live You’ve Chosen'' mit Westerngitarre und Pfeifbegleitung. Naja, so sei es! Was bleibt ist ein abwechslungsreiches, schwer definierbares Album zwischen A Day To Remember und Carley Ray Jepson, für mich sehr erfrischend und durchaus eine Band, die man im Auge behalten sollte! Album-VÖ: 25.10.2013 (Photo courtesy of Epitaph Records)